radioWissen Palmen in der Wüste
Donnerstag, 28.06.2012
09:05
bis 10:00 Uhr
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Bayern 2
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Die Palme
Schattenspender und Energiequelle
Die Wüste
Eine wachsende Landschaft
Das Kalenderblatt
28.6.1772
"Antiken-Becker", größter Münzfälscher aller Zeiten
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Die Palme - Schattenspender und Energiequelle
von Christiane Neukirch
Manch einer lässt sich schnell auf die Palme bringen, obwohl ihm darunter zu sitzen lieber wäre. Dabei ist nicht erwiesen, welcher Sitzplatz besser ist: immerhin werden jährlich rund 150 Menschen von herabfallenden Kokosnüssen erschlagen. Die Palme hat jedoch viel mehr zu bieten als Sitzplätze. "Die Palme hat so viele Verwendungen, wie es Tage im Jahr gibt", sagen die Araber. In ihrem Raum, wo die genügsame Pflanze bestens gedeiht, hat man ihre vielseitigen Qualitäten schon vor vielen tausend Jahren erkannt und genutzt. Zum Dank dafür haben die Menschen sie zum Symbol für Sieg, Friede, Leben, Gerechtigkeit, Wahrheit und Macht erklärt. Und nicht zuletzt zum Statussymbol, das sich im 19. Jahrhundert wohlhabende Leute in kälteren Klimazonen in die Heimat holten und in gläsernen Prachtbauten zur Schau stellten. Doch auch ihre Schattenseiten hat die Schattenspenderin. "es wandelt niemand ungestraft unter Palmen", heißt es in einem anderen Sprichwort – ausgenommen die Hörerinnen und Hörer, die sich mit RadioWissen auf eine Reise zu den Palmen begeben.
Die Wüste - Eine wachsende Landschaft
Anja Mösing
Exotisch sind sie für uns Abendländer heute; Orte größtmöglicher Einsamkeit und Freiheit waren Wüsten aber schon immer. Und wegen dieser Eigenschaften wurden Wüstengebiete schon seit Urzeiten aufgesucht: Es heißt, dass Moses, Jesus, Mohammed dort ihre tiefen, religionsstiftenden Erfahrungen gemacht haben. Unsere Wüsten bilden zusammen mit den sie umgebenden Trockengebieten auch die Wiege alter Hochkulturen, wie die der Ägypter oder Azteken. Der kulturelle Reichtum steht im Kontrast zum großen Mangel, durch den Wüstengebiete geologisch definiert werden, hauptsächlich ist es Wassermangel. Unterschieden werden die Wüstentypen nur durch die Ursache, die diesen Wassermangel auslöst. Tatsache ist, dass inzwischen ein Drittel der Weltbevölkerung in Nachbarschaft von Wüsten lebt. Und es ist der Mensch, der dafür sorgt, dass diese Landschaft in lebensbedrohlicher Dimension weiter wächst – das Stichwort heißt Desertifikation .
Redaktion: Petra Herrmann
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