Evangelische Perspektiven Kirchenwachstum im Luther-Land
Sonntag, 17.06.2012
08:30
bis 09:00 Uhr
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Als Podcast verfügbar
Bayern 2
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Neues Bauen in "Luther-Land"
Architektur und Stadtplanung zum Reformationsjubiläum 2017
Von Ulrich Wittstock
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Wittenberg, Eisleben, Mansfeld – das sind jene Orte in Mitteldeutschland, die eng mit Martin Luther und der Reformation verknüpft sind. Im Jahr 2017 werden weltweit nicht nur Lutheraner den fünfhundertsten Jahrestag der Reformation feiern und an den 31. Oktober 1517 erinnern. Der Tag, an dem Martin Luther seine berühmten Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche genagelt haben soll. Für den Süden Sachsen-Anhalts ist das Lutherjubiläum eine große Chance, auch wenn hier die Christen inzwischen in der Minderheit leben. Gerade die Region Mansfeld-Südharz erlebt einen Wechsel von einem alten Industriestandort hin zum "Kernland der Reformation". Neben der Sanierung der historischen Lutherstädten gehört dazu auch ein ambitioniertes Neubauprogramm. Bereits fertig gestellt wurden ein Anbau für das Wittenberger Luthermuseum sowie der Neubau von Luthers Geburtshaus in Eisleben. Für ein Museum in Mansfeld erfolgte gerade der erste Spatenstich, zudem soll das Melanchthon-Haus in Wittenberg einen modernen Anbau erhalten. Neues Bauen in historischem Kontext? Leerstand und Abriss prägen die Städte, zugleich fließt viel Geld in den Neubau der Luthergedenkstätten. Auf welchen Widerhall treffen die ambitionierten Projekte vor Ort? Wie verhalten sich Denkmalschutz und Kirchengemeinden zu den konsequent modernen Entwürfen und auf welche Hoffnung gründet das millionenschwere Bauprogramm? Diesen Fragen stellen sich Architekten, Lokalpolitiker, Pfarrer und Gemeindemitglieder ebenso, wie Historiker oder Denkmalpfleger vor Ort. Schrumpfende Städte, leere Kirchen und schöne neue Hüllen – Ulrich Wittstock war unterwegs in einer Region, die nach ihrer Identität sucht.

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