Bayern 2

radioWissen Das Leben der Meeresriesen

Buckelwale | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 08.06.2012
09:05 bis 10:00 Uhr

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Bayern 2

Wale
Steckbrief der Meeresriesen

Rettung der Wale
Wie Forscher den Meeressäugern helfen

Das Kalenderblatt
8.6.1949
George Orwells 1984 erscheint
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Wale - Steckbrief der Meeresriesen
von Susi Weichselbaumer
Sie sind keine Fische, sondern "aquatische Landwirbeltiere", also Säugetiere. Nur alle zwei Jahre wird ein Junges geboren. Mit der Schwanzflosse voran geht es aus dem Mutterbauch hinaus in die Unterwasserwelt und dann sofort an die Oberfläche: Luft holen zum ersten Mal im Leben. Wale sind die Giganten der Meere. Der größte Vertreter der Gattung ist der Blauwal. Er wird bis zu 35 Meter lang, wiegt 150 Tonnen. Sein Herz ist so groß wie ein kleines Auto, die Zunge so schwer wie ein Elefant, seine Schwanzflosse hat die Spannweite eines Sportflugzeugs. Die Blutgefäße des Blauwals werden an manchen Stellen so breit, dass ein Mensch hindurch schwimmen könnte. Unter Wasser finden sich Wale mit Schallwellen zu Recht oder mit Klicklauten. Und sie können sogar "singen" – in mehreren Tonlagen gleichzeitig. Deswegen dachten wohl etliche Seeleute früher, es gäbe – zarte, ranke, schlanke – Meerjungfrauen... Dabei waren es nur dicke, gemütliche, gigantische Riesen des Meeres: Wale.

Rettung der Wale - Wie Forscher den Meeressäugern helfen
von Jenny von Sperber
"Rettet die Wale!" Eine altbekannte Forderung, die ihre Berechtigung nicht verloren hat. Nur ein Bruchteil der früheren Walpopulationen lebt heute noch in unseren Ozeanen.
Die schönen weiß-blauen Buckelwale scheinen sich zwar dank eines vernünftigen Managements etwas erholt zu haben, aber mit gerade mal 400 Individuen stirbt der Atlantische Nordkaper mit großer Wahrscheinlichkeit gerade aus. Artenschützer sind nach wie vor gefragt. Aber breit angelegte Kampagnen und politische Verhandlungen sind nur sinnvoll, wenn konkrete Methoden auf dem Tisch liegen, die Wale zu schützen. Und dazu brauchen wir detaillierte Forschung: Wieviele Arten gibt es überhaupt? Wie groß sind ihre Populationen und wie schnell pflanzen sie sich fort? Wo sind ihre Kinderstuben und auf welchen Routen wandern sie? RadioWissen hat drei Wissenschaftler begleitet, die Methoden entwickelt haben, das Aussterben der Meeressäuger zu stoppen.

Redaktion: Nicole Ruchlak
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