Bayern 2

Eins zu Eins. Der Talk Gast: Mariss Jansons, Dirigent

Sonntag, 14.01.2018
16:05 bis 17:00 Uhr

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Achim Bogdahn im Gespräch mit Mariss Jansons, Dirigent
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Obwohl er zu den berühmtesten Dirigenten der Welt gehört, ist Mariss Jansons immer noch vor jedem Konzert aufgeregt. Seit 2003 ist er Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, am 14. Januar feiert er seinen 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass wiederholen wir ein Gespräch mit Mariss Jansons aus dem Jahr 2009.

Nie zufrieden, aber glücklich
Mariss Jansons wird in Riga als Sohn des Chefdirigenten der Leningrader Symphoniker und einer Sängerin geboren, deren Vater und Bruder im jüdischen Ghetto ermordet wurden. Sein Vater nimmt ihn oft zu den Proben mit und zu Hause spielt er als kleiner Junge gerne stundelang Dirigent. Ein Stück Holz ist sein Taktstock, ein altes Buch seine Partitur, Knöpfe sein Orchester. Mit 18 Jahren beginnt Mariss Jansons, Violine, Klavier und Orchesterleitung zu studieren. Neun Jahre später wird er Assistent von Herbert von Karajan. In Folge übernimmt er als Dirigent die Leningrader Meisterklasse, später die Osloer Symphoniker. Inzwischen hat er mit allen bedeutenden Orchestern dieser Welt zusammengearbeitet. "Ich bin eigentlich nie zufrieden, aber nach einer guten Probe oder einem gelungenen Konzert bin ich doch für einen Moment lang glücklich", sagt Mariss Jansons. Er sei ein Arbeitstier - Arbeit mache das Leben sinnvoll.

Immer in Bewegung
Nach wie vor ist Mariss Jansons der festen Überzeugung, dass sein Beruf einer der gesündesten ist. "Beim Dirigieren bleibe ich ständig in Bewegung. Körperlich, geistig und seelisch. Musik verlangt Zeit und große Emotionen". Mehr über sein bewegtes Leben erzählte Mariss Jansons Achim Bogdahn 2009 in "Eins zu Eins. Der Talk".

Eins zu Eins. Der Talk

Erfahrungen und Einsichten, einschneidende Erlebnisse und große Erfolge: Biografische Gespräche mit Menschen, die eine spannende Lebensgeschichte oder einen außergewöhnlichen Beruf haben.