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Breitengrad Krise am Tschadsee

ein Fischer und sein Sohn staken auf dem Tschadsee bei Baga Sola (Tschad) mit einer Pirogge. Mit diesen einfachen Booten sind viele Flüchtlinge über den Tschadsee vor der Terrormiliz Boko Haram geflohen. | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 13.01.2018
14:05 bis 14:30 Uhr

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Krise am Tschadsee
Armut, Klimawandel und Terrorismus
Von Jens Borchers

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Im Nordwesten des Tschad, einer ohnehin bettelarmen Region, suchen mittlerweile mehr als 130.000 Binnenvertriebene oder Flüchtlinge Zuflucht. Sie fliehen vor der Terrormiliz Boko Haram. Ähnlich sieht es im Nordosten Nigerias aus: dort sind es mehr als anderthalb Millionen Vertriebene und Flüchtlinge. Hunderttausende sind es in Nord-Kamerun und im Süden von Niger. Die Region um den Tschadsee ist binnen weniger Jahre mit insgesamt fast 2,3 Millionen Vertriebenen und Flüchtlingen zu einem gefährlichen Krisenherd geworden. Internationale Schlagzeilen macht das kaum. Aber rund um den Tschadsee schwelt ein Konflikt, der sich seit mehr als zwei Jahrzehnten immer weiter ausbreitet. Die Folge: eine der größten humanitären Krisen der Welt.

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