Bayern 2

radioWissen Amerika und die First Nations

Montag, 27.11.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

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Bayern 2

Im Grenzland
Die "Frontier" in den USA

Indianer im Spielfilm
"Edle Wilde" und "Bestien"

Das Kalenderblatt
27.11.1849
Bernhard Wolff gründet die erste deutsche Nachrichtenagentur

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Im Grenzland - Die "Frontier" in den USA
Autorin: Elsbeth Bräuer / Regie: Sabine Kienhöfer
Das Grenzland, "the frontier" - der amerikanische Westen war im 19. Jahrhundert das Land zwischen den alten Kolonien an der Ostküste und dem Pazifik. Als die US-Regierung 1803 den Franzosen Louisiana abkauft, verdoppelt sich auf einen Schlag das Staatsgebiet. Plötzlich gibt es im Westen unermessliches Land, das es zu erschließen gilt. Das Grenzland ist den Weißen so fremd, wie es uns heute der Mars ist, schreibt ein Historiker. Man glaubt an ein modernes Kanaan, ein Land voll Milch und Honig und goldbeschlagenen Bergen. Die Wirklichkeit sieht anders aus: "ein Paradies für Männer und Hunde - die Hölle für Frauen und Pferde", meint bald ein Reisender. Zuerst zieht es die Pelzhändler, Landvermesser und Abenteurer in den Westen. Mitte des Jahrhunderts folgt ihnen eine Massenbewegung an Auswanderern tausende von Kilometern quer durch die USA. Mit der Besiedlung bringen sie dem Land die Zivilisation - so zumindest rechtfertigen sie ihren gewaltsamen Umgang mit den Indianern. Das Leben an der Frontier war ein ständiger Kampf ums Überleben - und gegen die Vereinsamung. Doch in den USA verbinden noch heute viele die Geschichte des Grenzlands mit dem amerikanischen Traum: mit Aufbruch und Neuanfang, mit dem Glauben an harte Arbeit - und mit dem Streben nach Glück.

Indianer im Spielfilm - "Edle Wilde" und "Bestien"
Autor: Michael Zametzer / Regie:
Indianer haben ihren festen Platz auf der Leinwand, seit es das Kino gibt. Schon um die Wende zum 20. Jahrhundert drehte Thomas A. Edison kurze Westernfilme unter Mitwirkung des berühmten Buffalo Bill und seiner Wildwest-Showtruppe. Das Bild, dass die Ureinwohner Nordamerikas seitdem vor der Kamera abgegeben mussten, war dabei meist weder besonders authentisch noch ehrenvoll: Entweder waren sie dem Feuerwasser verfallene, bettelnde Lumpengestalten, oder aber blutrünstige Rothäute, die in schier endlosen Attacken auf weiße Siedler als Zielscheiben für mutige Revolverhelden herhalten mussten. Da sah man schon mal den großen John Wayne einmal schießen - und zwei Indianer fielen vom Pferd. Dieses oft rassistisch gefärbte "Cowboy und Indianer"-Spiel änderte sich erst in den 1960er-Jahren: Der Western wurde zum Spiegelbild aktueller Politik, die Massaker an Indianerstämmen zu Sinnbildern für die Grauen des Vietnam-Kriegs. Erst in den Späten 1980er-Jahren - vor allem mit Kevin Kostners "Der mit dem Wolf tanzt", haben die Sioux, die Cheyenne, die Pawnee oder Apachen eine Stimme und - ihre eigene Sprache auch im Film. Radiowissen über die Indianer und ihre Rolle als Stereotypen und Projektionsflächen im Hollywood-Film.

Moderation: Michael Zametzer
Redaktion: Thomas Morawetz

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http://br.de/s/5AgZ83

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