Bayern 2

hör!spiel!art.mix Das Siegerstück der ARD Hörspieltage 2017

Tomer Gardi | Bild: Arie Kishon

Freitag, 17.11.2017
21:05 bis 22:30 Uhr

Bayern 2

Broken German
von Noam Brusilovsky, nach dem Roman von Tomer Gardi

Mit Dor Aloni, Aviva Joel, Meik van Severen, Noam Brusilovsky, Hannah Müller, Horst Hildebrand, Tomer Gardi, Jaime Krsto Ferkic, Britta Geister, Florian Hein, Daniel Mühe, Johanna Oetzmann, Sofia Flesch Baldin 

Ausschnitte aus der Jurydiskussion des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs 2016 mit gekürzten Wortbeiträgen von Meike Feßmann, Stefan Gmünder, Juri Steiner und Hildegard E. Keller 

Regie: Noam Brusilovsky 
SWR 2017, Länge: 59’06

Deutscher Hörspielpreis der ARD

Broken German von Noam Brusilovsky, nach dem Roman von Tomer Gardi wurde im Rahmen der ARD Hörspieltage, die in diesem Jahr vom 8. bis 12. November im ZKM in Karlsruhe stattfanden, zum Siegerstück gekürt.

"Wir diskutieren die 'Willkommenskultur' –  'Broken German' antwortet uns mit: 'Volkerverständigung'. Wir gehen an den Callshops vorbei – 'Broken German' kommt heraus und erzählt Geschichten. Geschichten, in denen die Wörter nicht im Duden wurzeln, sondern in Schicksalen von Menschen, die - egal in welcher grammatikalischen Form erzählt, verständlich sind. Geschichten, die nach ihren schillernden Pointen nicht zuende sind: 'Wenn ein Jude ins Jüdische Museum geht, ist er dann ein Teil des Ausstellungs'? 'Broken German' macht ununterbrochen neue Verständigungsangebote: Bildungsroman, Künstlerparabel, Kunstsatire, Krimi, Verwechslungskomödie, Genderfantasie, Familiengeschichte – und entzieht sich zugleich der festschreibenden Identifizierung. Broken German lässt sich nicht von zeitgeistigen Diskursen vereinnahmen, sondern vertraut dem Eigenwert des Literarischen; auf die durch die vermeintlichen Fehler geworfenen 'babylonischen Schatten' und auf das 'babylonisches Licht' der 'Radiliverständigung'.Noam Brusilovskys Bearbeitung verstärkt die Romanvorlage Tomer Gardis  nicht nur, sondern macht aus ihr ein eigenständiges, so nur im Akustischen mögliches Kunstwerk. Mit einem hohen Tempo, virtuoser Sprecherführung und einer leichthändigen Erzählweise antwortet der Autor und Regisseur Noam Brusilovsky auf das Verlangen des Textes nach Mündlichkeit. Jener Mündlichkeit, die uns tagtäglich umgibt und die als Reichtum zu begreifen und nicht als Mangel zu beurteilen ist. Gardi und Brusilovsky formulieren eine Sprache, die eine zwingende Herausforderung für die Gesellschaft wie für das Radiopublikum ist: Mit anderen Worten: 'Broken German' muss man hören." Jurybegründung

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