Bayern 2

radioThema Die sieben Leben des John Berger

John Berger | Bild: picture-alliance/dpa  Effigie/Leemage

Donnerstag, 09.02.2017
20:03 bis 21:00 Uhr

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Bayern 2

Das Prinzip des geselligen Einsiedlers
Die sieben Leben des John Berger
Von Moritz Holfelder

Er war Künstler. Er war Schriftsteller. Er war Rebell und Kunstkritiker, Motorradfahrer und Drehbuchautor. Und Landwirt.
Der 1926 im County of London geborene John Berger entzieht sich allen Kategorisierungen. Er ist immer seinen eigenen Weg gegangen. Als er 1972 überraschend den Booker Prize gewann, lehnte er ihn zuerst ab und spendete dann die Hälfte des Preisgeldes an die Black Panther Party, damals ein Skandal.
1974 verließ John Berger endgültig England und zog in das Bergdorf Quincy im Département Haute-Savoie in Frankreich nahe dem Genfer See. Er ließ sich auf das einfache Leben der Bauern ein und arbeitete auf den Feldern mit, was er nicht nur literarisch beschrieb, sondern auch zeichnete und malte.
Berger geht es um die sensible und überraschende Wahrnehmung des Alltäglichen - das war schon so, als er Anfang der siebziger Jahre in England mit einer umjubelten Fernsehserie die Kunstkritik neu erfand. Inzwischen gibt es die einzelnen Folgen als DVD. Seine gefeierten Romane und Essays wie „Die Kunst des Sehens“ sind alle auf Deutsch erschienen.
Im Alter von 90 Jahren ist John Berger am 2. Januar 2017 gestorben. Moritz Holfelder hat ihn in den letzten Jahren einige Male in Quincy sowie in seiner Pariser Wohnung besucht. Er taucht ein in die Welt eines geselligen Einsiedlers.

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