Bayern 2

Evangelische Perspektiven Martin Gauger

Martin Gauger | Bild: Friedensbibliothek Berlin

Sonntag, 20.11.2016
08:30 bis 09:00 Uhr

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Bayern 2

Seine Kirche aber schwieg
Martin Gauger, der Deserteur
Von Nancy Brandt
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Martin Gauger war als leitender Jurist des Sekretariats der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (Lutherrat) einer der wenigen führenden Persönlichkeiten im Justizapparat des Dritten Reiches, der sich aus moralischen Bedenken und Glaubensgründen heraus gegen das NS-Regime stellte. Auf Grund seiner Position konnte er mehreren Menschen das Leben retten, sein eigenes jedoch nicht. Rückhalt fand Gauger bei befreundeten Oppositionellen wie dem Gefängnispfarrer Harald Poelchau oder Carl-Dietrich von Trotha und Graf von Moltke, dem späteren "Kreisauer Kreis". Seine eigenen kirchlichen Vorgesetzten, die seinen Tod vielleicht hätten verhindern können, lehnten einen Einsatz für dessen Belange vehement ab. Gauger wird im Mai 1941 im KZ Buchenwald interniert und wenige Wochen später mit nur 35 Jahren in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein vergast. Sein Schicksal bleibt lange unbekannt. Erst 2006 erhält die Familie Gaugers eine erste Entschuldigung seitens der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Ein Feature mit Erinnerungen und Briefen der Familie und weiteren Weggefährten von Gauger, der in diesen Monaten auch mit einer Ausstellung in der Versöhnungskirche im ehemaligen KZ Dachau gewürdigt wird.

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