Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Phänomen Zeit

Zeitempfinden | Bild: colourbox.com

Mittwoch, 20.07.2016
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Wider den Erreichbarkeitswahn
Wenn Mitarbeiter offline gehen

Augenblick oder halbe Ewigkeit?
Warum wir die Zeit immer anders empfinden

Das Kalenderblatt
20.7.1711
Händler und Krämer wollen länger öffnen
Von Birgit Magiera

Als Podcast verfügbar

Wider den Erreichbarkeitswahn - Wenn Mitarbeiter offline gehen
Autor und Regie: Martin Schramm
Smartphone und Laptop machen es leicht möglich: Auch nach Büroschluss zu telefonieren, E-Mails zu lesen und zu schreiben. Viele Mitarbeiter sind so auch in ihrer Freizeit und im Urlaub online und erledigen ständig berufliche Telefonate und dienstliche Schreiben.
Doch was passiert, wenn wir 24h erreichbar sind - oder sein müssen? Die Unternehmen profitieren unterm Strich offenbar nicht wirklich, denn viele Mitarbeiter sind trotz "Dauererreichbarkeit" nicht leistungsfähiger. Manche großen Konzerne haben das erkannt. Sie schränken die Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter in der Freizeit gezielt ein. Einige Unternehmen fordern ihre Beschäftigten sogar auf, mit ihren Vorgesetzten Zeiten zu vereinbaren, in denen sie grundsätzlich offline sind. Sie definieren gleichsam "ein Recht auf Unerreichbarkeit". Doch können E-Mailsperren und "Zeiten der Unerreichbarkeit" Dauerstress und drohenden Burnout verhindern? Brauchen wir eventuell sogar gesetzliche Regelungen, die SMS- und Mail-Verkehr nach Feierabend und an Wochenenden unterbinden?

Augenblick oder halbe Ewigkeit? - Warum wir die Zeit immer anders empfinden
Autor: Stefan Geier / Regie: Susanne Poelchau
Manchmal dehnt sie sich wie ein Gummiband und manchmal vergeht sie schneller, als man es gerne hätte: die Zeit. So empfinden Unfallopfer den Moment des Aufpralls oft als unnatürlich lang, manche sehen in diesem Augenblick ihr ganzes Leben noch einmal an sich vorüberziehen. Und jeder, der auf den Bus wartet, weiß: Eine halbe Stunde zu warten, kann eine kleine Ewigkeit dauern. Dagegen verfliegen die gleichen 30 Minuten blitzschnell, wenn man z.B. ein gutes Buch liest. Anderes Beispiel: der Traum. Oft erleben wir im Schlaf komplette Geschichten in aller Ausführlichkeit. Der Traum allerdings dauert nur wenige Sekunden. Wissenschaftler versuchen seit langem, dem Phänomen des Zeitempfindens auf die Spur zu kommen. Biopsychologen, Chronomediziner und sogar Philosophen und Hirnforscher suchen nach dem Zeitmesser in unserem Gehirn und unserer Wahrnehmung. Klar ist bislang nur: es gibt zwei Uhren, die in unserem Gehirn ticken: eine für den Tag-Nacht-Rhythmus und eine für das Zeitgefühl. Offen ist allerdings, wie das Zeitempfinden genau zustande kommt und: ob man es mit modernen Methoden sogar manipulieren, sprich z.B. einen gefühlten 25-Stunden-Tag erzeugen kann.

Redaktion: Susanne Poelchau

Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
http://br.de/s/5AgZ83

Die ganze Welt des Wissens

radioWissen bietet Ihnen die ganze Welt des Wissens: spannend erzählt, gut aufbereitet. Nützlich für die Schule und bereichernd für alle Bildungsinteressierten.

Juni 2017

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30

Oktober 2017

Mo Di Mi Do Fr Sa So
1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31

Legende

  • Als Podcast verfügbar
  • Surround