Bayern 2

radioWissen Christoph Willibald Gluck und Orpheus

Komponist Christoph Willibald Gluck | Bild: Kester & Co. / Süddeutsche Zeitung Photo

Dienstag, 01.07.2014
09:05 bis 10:00 Uhr

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Bayern 2

Christoph Willibald Gluck
Der erste internationale Starkomponist
Autor und Regie: Martin Trauner

Orpheus und Eurydike
Eine musikalische Reise in die Unterwelt
Autor und Regie: Markus Vanhoefer

Siehe auch Mittwoch, 2. Juli 2014, 19.05
und 20.03 Uhr, BR-KLASSIK

Das Kalenderblatt
1.7.1614
Die Welser gehen pleite
Autor: Andreas Miekisch

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Förster sollte er werden, so wie sein Vater und sein Großvater. Doch der Spross einer Oberpfälzer Försterdynastie interessierte sich weniger für das heimischen Nadel- und Laubgehölz als vielmehr für die italienische Oper. So machte sich Christoph Willibald Gluck (1714-1787) auf den Weg in das musikalische Europa, in eine Opernwelt, die aus dem Ruder gelaufen war: Eitle Sängerstars brillierten und trillierten in einer nicht mehr ernst zu nehmenden Szenerie. Und so trat Gluck, ganz in der Tradition eines Försters, in diese Opernwelt: er beschnitt die Umtriebe und wurde, indem er die Oper zu ihren Ursprüngen zurückführen wollte, der Wegbereiter der modernen Musik. Und zum unumstrittenen Star der Opernwelt.
Der Mythos von Orpheus und Eurydike ist auch der Mythos von der Macht der Musik. Es ist deshalb kein Wunder, dass Komponisten durch die Jahrhunderte die Sage vom griechischen Sänger, dessen Stimme die wilden Tiere besänftigte und der in die Unterwelt hinabstieg, immer wieder in ihren Werken aufgegriffen haben. So steht Claudio Monteverdis "Orfeo" von 1607 als leuchtendes Ausrufezeichen am Anfang der Gattung "Oper", deren weiterer Höhepunkt Christoph Willibald Glucks 1762 in Wien uraufgeführtes Werk "Orfeo ed Euridice" ist. Neben vielen ernsten Orpheus-Versionen gibt es jedoch auch Komponisten, die dem "antiken Übermusiker" einen augenzwinkernd-parodistischen Anstrich verliehen, zum Beispiel der Pariser Operettenmeister Jacques Offenbach.

Redaktion: Petra Herrmann
Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html

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