Bayern 2

Notizbuch Wenn Geflüchtete mit staatlicher Unterstützung wieder ausreisen

Montag, 20.11.2017
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Alte Geldanlagen auflösen:
Gespräch mit Sascha Straub, Verbraucherzentrale Bayern

Wichtiger denn je - die Winterfütterung für Vögel:
Gespräch mit Dr. Heinz Sedlmeier vom LBV

Nah dran: Abgelehnt, aber gefördert - wenn Geflüchtete mit staatlicher Unterstützung wieder ausreisen
Von Klaus Schirmer

"Biotonne - nur über meine Leiche"
Ein Landrat verweigert die Einführung der Biotonne für organische Abfälle

Stiefkind Bioabfall -
Gespräch mit Sascha Roth, NABU-Referent für Umweltpolitik

Wochenserie: Lebensmittelreste, Altpapier, Plastik, Sperrmüll -
Wie können wir Abfall vermeiden?

Moderation: Oliver Buschek

11.00 Nachrichten, Wetter
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Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Abgelehnt, aber gefördert - wenn Geflüchtete mit staatlicher Unterstützung wieder ausreisen

17.500 Geflüchtete kehrten im ersten Halbjahr dieses Jahres mit staatlicher Förderung aus Deutschland in ihre Heimatländer zurück. Dem gegenüber stehen 12.500 Abschiebungen. Über sämtliche Parteigrenzen hinweg wird die geförderte "freiwillige" Ausreise der Abschiebung vorgezogen, weil sie für alle Beteiligten weniger belastend, besser planbar und für den Staat um ein vielfaches kostengünstiger ist. Seit diesem Jahr gibt es sogar extra Geld für Geflüchtete, die ihren Asylantrag im laufenden Verfahren zurückziehen oder auf eine Klage gegen ihre Ablehnung verzichten. Damit will man auch die Verwaltungsgerichte entlasten. 283.000 Klagen gegen Bescheide des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind derzeit vor ihnen anhängig. Mehr als doppelt so viel wie Ende 2016. Allein in München betreffen 80 Prozent aller Verfahren vor dem Verwaltungsgericht den Bereich Asylklagen. Aber warum kehren Familien "freiwillig" in den Irak oder nach Afghanistan zurück? In Länder, die weiterhin von Bürgerkrieg und Selbstmordattentaten erschüttert werden. Und nach allem, was sie für ihre Flucht aufgegeben und riskiert hatten. Welche Hoffnungen haben sich hier nicht erfüllt? Sind die Schwierigkeiten in Deutschland größer gewesen als die Angst vor der Rückkehr?