Bayern 2

Bayerisches Feuilleton Romy, Tarzan und Görings Gobelin

Samstag, 18.11.2017
08:05 bis 09:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Romy, Tarzan und Görings Gobelin
Eine Spurensuche in Berchtesgaden
Von Carola Zinner
Wiederholung am Sonntag, 20.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

"Steck Deine Kindheit in die Tasche und renne davon, denn das ist alles, was du hast!" Als Romy Schneider ihren ersten Film drehte, schickte ihr der Vater Wolf Albach-Retty einen Zettel mit diesem Satz. Romy Schneider hat ihn ihr ganzes Leben lang aufbewahrt. Doch wie hat sie ausgesehen, diese Kindheit?

Geboren 1938 in Wien, wuchs Romy in einer der schönsten Gegenden Bayerns auf, in der Berchtesgadener Gemeinde Schönau. Dort hatte sich ihre Mutter Magda Schneider im Jahr 1935 das "Haus Mariengrund" erbauen lassen - eine hübsche Villa im bäuerlichen Stil, mit Swimmingpool und Blick auf den Obersalzberg, den "Heiligen Berg" der Nationalsozialisten.

Bei Kriegsende - Romy war damals 7 Jahre alt - quartierten sich amerikanische Truppen im "Mariengrund" ein; Magda Schneider zog mit ihren beiden Kindern in das nahe gelegene alte Schulhaus von Unterstein. Und damit fast direkt neben den sogenannten "Göring-Zug", der damals am Untersteiner Bahnhof stand: mehrere Eisenbahnwaggons voller Schätze, die der Reichsmarschall hier in vermeintliche Sicherheit hatte bringen lassen.

Romy Schneider hat die spannende Umbruchszeit bei Kriegsende hautnah miterlebt. Erzählt jedoch hat "unsere Sissi" davon in der Öffentlichkeit nie. Carola Zinner, selbst in Berchtesgaden aufgewachsen, hat sich auf die Spuren von Romy Schneiders Kindheit begeben - und fand ein Stück Nachkriegsgeschichte.

Hörkino zum Frühstück statt Frühstücksfernsehen

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