Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Die Wüste lebt

Baobab-Baum, Affenbrotbaum - Baum mit dickem Stamm und ausladender Krone mit Blättern | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 16.11.2017
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Die Agave
Eine edle Wüstenpflanze

Der Baobab
Der Baum der Geister

Das Kalenderblatt
16.11.1959
Musical "Sound of Music" hat Premiere
Von Susi Weichselbaumer

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Agave - eine edle Wüstenpflanze
Autorin und Regie: Sabine Kienhöfer
Mal dunkelgrün glänzend, mal bläulich schimmernd; über 200 verschiedene Agavenarten gibt es, von denen heute viele bei uns als Zierpflanzen beliebt sind . Doch eine gebürtige Europäerin ist die Pflanze nicht. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Süden der Vereinigten Staaten von Amerika über Mexiko bis nach Südamerika hinein. Der Name Agave leitet sich von dem griechischen Wort agavos für edel oder prachtvoll ab und ist Programm. Mit einer Höhe von bis zu 12 Metern zählt der Blütenstand der Agave zu den größten im ganzen Pflanzenreich. Weil man früher davon ausging, dass die Agave erst nach 100 Jahren blüht, wurde sie oft als „Jahrhundertpflanze“ bezeichnet. Tatsächlich können bis zur Ausbildung der Blüte Jahrzehnte vergehen. Die langlebige Pflanze hat auch eine lange Geschichte als Nutzpflanze. Schon die indigenen Kulturen in Mexiko ernährten sich von ihren Knospen und Blättern und verarbeiteten die Blattfasern zu Schnüren. Bis heute werden viele Seile, Matten Pinsel und Bürsten aus den Fasern von Sisalagaven hergestellt. Und praktisch weltweit bekannt ist ein alkoholisches Agavengetränk, das auch schon seit Jahrhunderten gebrannt wird, der Tequila.

Der Baobab - der Baum der Geister
Autorin: Bettina Rühl / Regie: Susi Weichselbaumer
Marmelade, Bonbons, Limo, Kosmetik und Massageöl - diese Produkte und noch viel mehr werden aus dem afrikanischen Baobab-Baum gewonnen, der vor allen in eher trockenen Gegenden wächst. Mit seiner meist blätterlosen Krone, die eher wie Wurzelwerk wirkt, wurde er zu einem der "Wahrzeichen" Afrikas. Die Produkte, die aus dem Fleisch seiner Früchte und seinen Samen gewonnen werden, sind in Europa zur Zeit besonders beliebt: Weil sie voller Vitamine und Mineralien sind, passen sie gut zur aktuellen Welle veganer und allgemein gesundheitsbewusster Ernährung. Die Afrikaner nutzen den Baobab-Baum allerdings schon seit vielen Jahrhunderten. Aus dem sehr vitaminreichen Fleisch seiner Früchte bereiten beispielsweise die Kenianer eine traditionelle Süßigkeit namens Mabuyu zu. Rinde und Blätter werden in der traditionellen Medizin verwendet, die Blätter auch als Salat oder Gemüse gegessen. Übrigens: die Geister, die im Baobab wohnen, wurden traditionell mit Palmwein besänftigt. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um den Baum. Ihn zu fällen, gilt als Tabu.

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Gerda Kuhn

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