Bayern 2

Theo.Logik Kein Raum für Gott?

Model des Bet- und Lehrhauses, das «House of One» | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 06.11.2017
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Kein Raum für Gott?
Kein Platz zum Beten. Warum in München eine repräsentative Moschee fehlt. Von Antje Dechert
Der ewige Traum. Zum Bau einer liberalen jüdische Synagoge in München. Von Barbara Weiß
Trommeln für Afrika! Internationale Kirchengemeinden finden nur schwer Räume. Von Barbara Schneider
Gottesdienst im Jagdmuseum. Wie die Münchner Protestanten fast eine Innenstadtkirche bekommen hätten. Von Tilmann Kleinjung
Interview mit Pfarrer Gregor Hohberg vom "House of One" in Berlin. Warum braucht jeder seinen eigenen Winkel?
Moderation: Matthias Morgenroth
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Wegen Überfüllung geschlossen! Für die Münchner Muslime gibt es immer noch viel zu wenig Gebetsräume in der Münchner Innenstadt. Eine repräsentative Moschee für die über 100 000 muslimischen Münchner fehlt in der Landeshaupt weiter gänzlich, obwohl seit Jahren über die Notwenigkeit eines Islamzentrums diskutiert wird. Doch nicht nur Muslime träumen von einem Raum für Gott auch die liberale jüdische Gemeinde Beth Shalom. Die Entwürfe des Stararchitekten Daniel Libeskind liegen seit Jahren in der Schublade, Gemeindemitglieder sammeln Spenden und selbst die jüdische orthodoxe Schwestergemeinde am Jakobsplatz unterstützt das Vorhaben - doch ob und wann sich der Traum von einer liberalen Synagoge für München erfüllt - die letzte wurde 1938 von den Nationalsozialisten zerstört - ist derzeit nicht abzusehen. Kein Platz zum Beten - internationale Kirchengemeinden haben oft Probleme, Wohnungen oder Häuser für ihre Gottesdienste und ihr Gemeindeleben anzumieten. Laute Musik am Sonntagmorgen, lebhaftes Gemeindeleben und der Migrationshintergrund vieler Gemeindemitglieder machen es den christlichen Gemeinden schwer, geeignete Räume zu finden.
Jeder Religionsgemeinschaft ihr eigenes Gotteshaus. Eines neben dem anderen. Ist das überhaupt noch zeitgemäß? Warum braucht jeder eigentlich seinen eigenen Winkel? Warum wollen nicht einfach alle gemeinsam feiern - in einem Raum für Gott? "House of One" heißt ein Projekt in Berlin, das genau dieses Konzept verfolgt. Synagoge, Moschee und Kirche unter einem Dach - Christen, Muslime und Juden sollen im "House of One" zusammenfeiern, das ab 2019 in Berlin gebaut werden soll. Theo.Logik spricht mit dem evangelischen Pfarrer Gregor Hohberg, Mitinitiator des "House of One", über die Idee und über die Frage: kann ein gemeinsames Haus Ersatz oder doch nur Ergänzung sein? Die Moderation der Sendung hat Matthias Morgenroth.

Über Gott und die Welt

Die Verfallszeit tagesaktueller Themen ist heutzutage oft erschreckend klein. Darunter leiden vor allem die etwas komplizierten Fragen und Antworten aus den Bereichen Religion, Theologie, Philosophie und Weltanschauung. Theo.Logik versucht diese Lücke zu schließen.