Bayern 2

Nahaufnahme Alarm in der Überwachungszentrale

Sonntag, 05.11.2017
13:30 bis 14:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

90 Fußfesselträger werden von Bad Vilbel aus observiert
Von Anja Kempe
Wiederholung vom Freitag, 15.30 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Mehrmals am Tag gibt es Alarm. Dann laufen die Telefone heiß. An den Wänden hängen Bildschirme, riesige Monitore wie in den Kontrolltürmen von Flughäfen. Wenn der Alarmfall eintritt, muss überprüft werden, wo sich der Fesselträger befindet. Auf einer Geo-Karte sind Punkte und Striche zu sehen. Ein Punkt markiert den aktuellen Standort eines Fußfesselträgers, ein Strich zeigt, wohin er sich bewegt. Die große Katastrophe in der Überwachungszentrale ist eingetreten, wenn ein Fußfesselträger ein für ihn verbotenes Gebiet, eine Verbotszone betritt. Dann wird ein Polizeieinsatz in die Wege geleitet. Rund 90 Personen, schwere Gewaltstraftäter aus ganz Deutschland, werden zurzeit von Bad Vilbel bei Frankfurt aus rund um die Uhr observiert, zum Schutz, wie es heißt, der öffentlichen Sicherheit und zur Gefahrenabwehr. Bayern hat mit 28 Probanden die höchste Fußfessel-Quote, was nicht nur mit der hohen Einwohnerzahl des Landes zu tun hat. Der Freistaat setzt das Konzept der elektronischen Aufenthaltsüberwachung am konsequentesten um.