Bayern 2

Hörspiel Die Quellen sprechen - Diskurs/Zeitzeugen

Samstag, 04.11.2017
15:05 bis 17:00 Uhr

Bayern 2

Die Quellen sprechen
Diskurs/Zeitzeugen
BR 2013/2017
Verfügbar auf www.die-quellen-sprechen.de

Im November 2017 sendet Bayern 2 in vier neuen Sendeterminen 15 Gespräche mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern, die im Zeitraum von 2012 bis 2015 aufgenommen wurden. Die erste Sendung präsentiert Gespräche mit dem Holocaustforscher Omer Bartov und den Zeitzeugen Mirjam Bolle und Henry Rotmensch.

Auf der Webseite www.die-quellen-sprechen.de stehen sämtliche Gespräche und Dokumente sowie weiterführende Informationen zum Hören und Nachlesen dauerhaft zur Verfügung. Von den antisemitischen Aktionen in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung zum Holocaust, der sich über ganz Europa ausbreitete: Seit 2012 produziert der BR in Zusammenarbeit mit dem Institut für Zeitgeschichte die dokumentarische Höredition Die Quellen sprechen, für die Schauspieler und Überlebende der Shoah hunderte von ausgewählten historischen Dokumenten einlesen - verfasst von Opfern, Beobachtern und Tätern.

Die Quellen sprechen
Diskurs

Genozid, Holocaustforschung, Kollaboration und Verbrechen: Welche Schwerpunkte setzte die frühe Holocaustforschung und was hat sie versäumt? Darf der Holocaust auf die Dimension 'Nazideutschland' reduziert werden oder muss er immer in seiner gesamteuropäischen Dimension betrachtet werden? Wie hat sich die Forschungslage durch die Öffnung der osteuropäischen Archive seit 1989 verändert? Welchen Stellenwert hat die 16-bändige Quellenedition für die Holocaustforschung? Und wie verändert die Tatsache, dass man bald keine Zeitzeugen mehr befragen kann, die Geschichtsschreibung? Henryk Jarczyk im Gespräch mit Omer Bartov, Professor für europäische Geschichte und deutsche Studien an der Brown University in Providence (USA).

Die Quellen sprechen
Zeitzeugen

Mirjam Bolle, 1917 in Amsterdam geboren als Mirjam Levie, ab 1938 als Sekretärin im Komitee für jüdische Flüchtlinge (CJV) tätig; ab 1941 Sekretärin im Judenrat; am 20. Juni 1943 Deportation ins Polizeiliche Durchgangslager Westerbork; im Januar 1944 Transport mit Eltern und Schwester weiter ins Konzentrationslager Bergen-Belsen; im Rahmen eines Gefangenenaustauschs am 30. Juni 1944 Entlassung aus dem KZ und Ausreise nach Palästina; 2003 Veröffentlichung der Autobiografie Ich weiß, dieser Brief wird Dich nie erreichen. Tagebuchbriefe der Mirjam Bolle aus Amsterdam, Westerbork und Bergen-Belsen; lebt heute in Jerusalem.

Henry Rotmensch, 1925 im polnischen Bedzin geboren; 1939 in Sosnowitz von der SS gefangen genommen und ins Arbeitslager Johannesdorf (Oberschlesien) verbracht; Zwangsarbeit für die Reichsautobahn Oppeln-Kattowitz und als Lokomotivführer; 1940 im Arbeitslager Markstädt bei Breslau, Zwangsarbeit als Zimmermann beim Bau eines Krupp-Werks; 1943 im KZ-Außenlager Fünfteichen und KZ Gross-Rosen; 1944 Deportation ins KZ Buchenwald, Unterbringung im "Zigeunerblock" (Block 47); von dort Transport nach Spaichingen (Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof); am 18. April 1945 Evakuierung des Lagers; Todesmarsch Richtung Tirol; bei Bad Wurzach Befreiung durch die französische Armee; lebt seit 1945 in München.

Die Gespräche führten Torsten Teichmann und Ulrich Lampen.

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