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Breitengrad Jüdisches Leben in Thessaloniki

Heinz Kunio, ein Holocaust-Überlebender, legt einen Kranz an die Holocaust-Gedenkstätte in Thessaloniki | Bild: picture-alliance/dpa/Giannis Papanikos/AP Photo

morgen, 25.10.2017
14:05 bis 15:00 Uhr

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Jerusalem des Balkans - Spurensuche in Thessaloniki
Von Alkyone Karamanolis

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Es ist nur wenig mehr als einhundert Jahre her, da war Thessaloniki eine multikulturell geprägte Stadt, in der Nachfahren der im 15. Jahrhundert aus Spanien vertriebenen Sepharden die größte Bevölkerungsgruppe stellten. Jerusalem des Balkan wurde Thessaloniki damals genannt. Nach dem Holocaust und mehreren Auswanderungswellen leben heute weniger als 1.000 Juden in der Stadt.
Lange Zeit tat sich Thessaloniki außerdem schwer damit, seine multikulturelle Vergangenheit anzuerkennen. In Grenznähe und unmittelbarer Nachbarschaft des Eisernen Vorhangs gelegen, betonten die Stadt- und Landesväter das byzantinische Erbe der Stadt, um das Nationalgefühl der nunmehr vorwiegend christlichen Einwohner zu stärken. Erst unter dem 2010 gewählten Bürgermeister Yiannis Boutaris hat Thessaloniki begonnen, sich seiner jüdischen Vergangenheit zu erinnern. So wird in den kommenden Monaten der Bau eines Holocaust-Museums beginnen. Mitfinanziert wird es von der Bundesrepublik. Ein Spaziergang durch Thessaloniki, auf der Suche nach altem und neuem jüdischen Leben.

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