Bayern 2

radioWissen Götter in Tiergestalten

Elefantengott "Ganesha" | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 11.10.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

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Bayern 2

Ganesha, der Elefantengott
Garant für Glück, Wohlstand und Erfolg

Tiere in den Hindu-Religionen
Verkörperung göttlicher Mächte

Das Kalenderblatt
11.10.1931
Hans Hörbiger stirbt, Vater der Welteislehre
Von Xaver Frühbeis

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Ganesha, der Elefantengott - Garant für Glück, Wohlstand und Erfolg
Autorin: Sylvia Schopf / Regie: Christiane Klenz
Die beliebteste und populärste Gottheit im Hinduismus ist eine füllige Gestalt mit Wohlstandsbauch. Sein markantes Erkennungszeichen: ein Elefantenkopf, der auf seinem menschlichen Körper thront. Warum das so ist, erzählt eine der unzähligen Mythen, die sich um die hinduistische Gottheit ranken. Sein Abbild findet man in Indien an vielen Eingangstüren, in Geschäften, Wohnzimmern und auch im Auto oder öffentlichem Bus. Denn der freundliche, humorvolle und zu Streichen aufgelegte Ganesha gilt als Glücksbringer, Beseitiger von Hindernissen und ist Symbol für Wohlstand und Erfolg. Außerdem unterstützt er all diejenigen, die sich im Übergang in ein anderes Lebensstadium befinden, die vor einem Neubeginn stehen: die werdende Mutter ebenso wie der Reisende, der 'Häusle-Bauer' oder Geschäftsleute, die Verträge unterschreiben. Man erbittet Ganeshas Hilfe, um das Alte hinter sich zu lassen und das Neue mit Elan, Freude am Leben und Genuss anzugehen. Einmal im Jahr (zwischen Mitte August und Mitte September) wird in vielen Teilen Indiens seit dem 19. Jahrhundert ihm zu Ehren ein großes, mehrtägiges Fest gefeiert: Ganesha Chaturthi, das Fest der guten Wünsche.

Tiere in den Hindu-Religionen - Verkörperung göttlicher Mächte
Autorin: Margarete Blümel / Regie: Christiane Klenz
In mancherlei Hinsicht werden Tiere in den Hindu-Religionen ähnlich wahrgenommen wie Menschen. Hindus schreiben ihnen eine unsterbliche Seele zu, die nach unwägbaren Geschehnissen in früheren Existenzen als Tier wiedergeboren worden ist. Diese als Tiere verkörperten Seelen können durch rechtes Handeln religiöses Verdienst erwerben und so ihr Los verbessern. Legenden berichten von frommen Elefanten, die behutsam durch den Wald gehen, um nur ja kein Lebewesen zu verletzen. Dann wieder stürzen sich Hasen in die Flammen, um einen Hungrigen zu nähren, der sich dank dieses Opfers nicht der Tötung einer Kreatur schuldig macht. Es gibt hinduistische Gottheiten, die in Gestalt eines Tieres daherkommen - oder Tiere, die als heilig angesehen werden. Das bekannteste Beispiel dafür ist die Kuh, aber auch Affen und Schlangen etwa genießen diesen Status. Darüber hinaus dienen Tiere Göttern als Vehikel. Gott Brahma zum Beispiel bewegt sich mithilfe einer Gans fort, während der Elefantengott Ganesha eine Ratte zum Reittier hat. Eine fruchtbare Allianz, denn der hochintelligente und mit der Kraft eines Elefanten versehene Ganesha bahnt sich mühelos seinen Weg durchs tiefste Dickicht, während die gewitzte kleine Ratte sich überall durchzubeißen vermag.

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Bernhard Kastner

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