Bayern 2

Breitengrad Was vom Mythos Che Guevara übrig blieb

Erinnerung an Che Guevara: Eine Hauswand in Vallegrande, Bolivien | Bild: picture-alliance/dpa/Robert Harding

Samstag, 07.10.2017
18:05 bis 18:30 Uhr

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Bayern 2

Popstar, Märtyrer, Erlöser?
Was vom Mythos Che Guevara übrig blieb
Von Anne Herrberg

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar
Siehe auch Montag, 9. Oktober 2017, 9.05 Uhr

Che Guevara war der Popstar unter den Revolutionären. Als Kind krank an allen Gliedern, trotzdem ein Getriebener, triumphierte er im kubanischen Befreiungskampf gegen die Batista-Diktatur und starb ausgemergelt und allein im bolivianischen Dschungel. Dort herrschte zu der Zeit eine Militärdiktatur, die linke Nostalgie nicht zuließ. Die Leute hatten Angst und irgendwie auch kein Interesse an diesem Fremden, der zum Kampf für Gerechtigkeit aufrief und zugleich die indigenen Bauern bevormundete - ganz so, als sei er ein besserer Mensch. Boliviens Provinz war definitiv der falsche Ort für die Weltrevolution, wohl aber geeignet zur Mythen- und Legendenbildung. In La Higuera und dem nahegelegenen Städtchen Vallegrande nennen sie den gefallenen Guerillero noch heute "San Ernesto". Schließlich hat er ihnen doch etwas Segen gebracht - in Form von spendierfreudigen Touristen. Zum 50. Todestag begibt Anne Herrberg sich auf Spurensuche in Bolivien: Was ist vom Mythos Che Guevaras übriggeblieben? Haben seine Ideen noch Anhänger - und warum? Sind das nur verklärte Träumer oder identifizieren sie sich noch heute mit seinem Denken?

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