Bayern 2

Bayerisches Feuilleton Geschichten von Exil und Remigration

Sonntag, 01.10.2017
20:05 bis 21:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Bayern - Israel und zurück
Geschichten von Exil und Remigration
Von Thomas Muggenthaler
Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Über dem Schreibtisch von Uri Neuburger in Tel Aviv hängen Bilder aus Regensburg: Die Steinerne Brücke oder die Synagoge vor ihrer Zerstörung 1938. Uri Neuburger hieß einst Heinz. Er hat mit seiner Familie Deutschland rechtzeitig verlassen, emigrierte zunächst nach Jugoslawien, erlebte die Befreiung in Italien, und baute sich nach Kriegsende in Palästina ein neues Leben auf. Thomas Muggenthaler hat in Israel neben Uri Neuburger auch Oscar Prager besucht, der aus Fürth stammt, erst einmal nach England emigrierte und heute ebenfalls in Tel Aviv lebt. Und er hat sich mit Emanuel Gutman unterhalten, dessen Familie aus München direkt nach Jerusalem ausgewandert ist.

Doch nicht alle Emigranten, die ihre bayerische Heimat notgedrungen verließen und in Palästina bzw. Israel Zuflucht fanden, haben dort dauerhaft Wurzeln geschlagen. Thomas Muggenthaler porträtiert in seiner Sendung auch Menschen, die aus Israel wieder nach Bayern zurückgekehrt sind: Henry Brandt etwa, geboren in München, 1939 über England nach Tel Aviv ausgewandert, heute Rabbiner in Augsburg. Oder auch Uri Siegel, Neffe des legendären FC-Bayern-Präsidenten Kurt Landauer und 1934 nach Palästina emigriert, aber seit gut sechzig Jahren in seiner Geburtsstadt München als Rechtsanwalt tätig.

Als Zeitzeugen, die dem antisemtischen Terror des NS-Regimes entkamen und den Holocaust überlebten, haben sie alle viel zu erzählen: Geschichten von Flucht und Vertreibung, vom Heimischwerden in der Fremde, dem Glück des Ankommens in der Sicherheit, von der Sehnsucht nach dem Verlorenen - und auch vom Heimkehren …

Hörkino zum Frühstück statt Frühstücksfernsehen

Das Bayerische Feuilleton erzählt keine Geschichten, die schon 100 Mal erzählt wurden. Alle Spielarten von Geschichte hinter den Geschichten sind möglich. Wir nutzen die Chance für Spott, Scherz, Satire und Ironie. Uns interessieren Themen, in denen sich reale Ortschaften mit Literatur und Kunst verbinden. Wir schätzen Originale in der schönen neuen Medienwelt der "Unauffälligen". Wir bieten radiophone Geschichten mit Gedankenstoff und Spielraum für Gefühle. Als journalistisches Genre hat das Bayerische Feuilleton eine anspruchsvolle Tradition.

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