Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung Contergan

Donnerstag, 28.09.2017
18:05 bis 18:30 Uhr

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Bayern 2

Der Contergan-Skandal
Eine Tablette, lebenslange Folgen
Von Daniela Remus

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Auf die Entschuldigung des Herstellers mussten die Contergan-Geschädigten und ihre Angehörigen über fünfzig Jahre warten: Erst 2012 schaffte es das Pharmaunternehmen Grünenthal, das jahrzehntelange Schweigen durch eine persönliche Entschuldigung öffentlich zu beenden. Dabei waren die Beweise über die schädlichen Nebenwirkungen des Medikaments bereits nach kurzer Zeit mehr als offensichtlich: Im Oktober 1957 brachte die Firma das Schlaf- und Beruhigungsmittel Contergan auf den Markt. Rezeptfrei, denn im Gegensatz zu anderen Medikamenten sei dieses völlig gefahrlos - so die Eigenwerbung. Deshalb eigene es sich auch besonders gut für nervöse, kleine Kinder und Schwangere mit morgendlicher Übelkeit. Aber bereits ein, zwei Jahre später wurden auffällig viele Kinder mit Fehlbildungen geboren: Mit verstümmelten Armen, Beinen und Ohren. Über 10.000 Kinder weltweit kamen so auf die Welt, in Deutschland rund 5000. Die Contergan Katastrophe gilt als größter Arzneimittelskandal der Bundesrepublik. Das Arzneimittelgesetz wurde im Anschluss daran verschärft, aber der Umgang mit den Contergan Geschädigten ist bis heute ein düsteres Kapitel der Pharmaindustrie.

Redaktion: Jeanne Turczynski

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