Bayern 2

radioWissen Müllabfuhr und Abwassersystem

Gefüllte Müllsäcke zur Abholung bereit | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 07.09.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Die Geschichte der Müllabfuhr
Der Kampf gegen den Abfall

Das Kanalsystem in Deutschland
Eine unterirdische Geschichte

Das Kalenderblatt
7.9.1978
Regenschirmattentat in London
Von Isabella Arcucci

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Geschichte der Müllabfuhr - Der Kampf gegen den Abfall
Autor und Regie: Martin Trauner
Ein Berg zeugt vom Reichtum Roms: Der Monte Testaccio. - Ein Müllberg. Jahrhunderte lang entsorgten die Bürger Roms ihre Scherben auf einem Hügel am Rande der Stadt. Und den Rest? Warf man in die Cloaca maxima, die den Müll langsam ins Mittelmeer transportierte. Über Jahrhunderte änderte sich in den Städten diese Art der Müllentsorgung kaum. Bis die Mülldeponien überquollen, sich Krankheiten ausbreiteten und die Gewässer im Schmutz versanken. Erst Ende des 19. Jahrhunderts ging man neue Wege der Entsorgung: Die Städte organisierten eine Müllabfuhr, bauten Müllverbrennungsanlagen. Und heute: Trennt man Sondermüll von Wertstoffen, recycelt und versucht vor allem: Müll zu vermeiden. Denn heute zeugt ein hoher Müllberg vor den Toren der Stadt nicht unbedingt von Reichtum.

Das Kanalsystem in Deutschland - Eine unterirdische Geschichte
Autorin: Inga Pflug / Regie: Sabine Kienhöfer
Auf die Klospülung gedrückt und die menschlichen Ausscheidungen sind weg - einfach, schnell und sauber. Sie verschwinden im Kanal. Und mit ihm üble Gerüche und krankmachende Keime, das Duschwasser oder die Essensreste vom Geschirr. Doch um das Kanalsystem, wie wir es heute kennen, wurde politisch lange Zeit gerungen und gestritten: Die Entsorgung der menschlichen Ausscheidungen mittels Schwemmkanalisation galt den einen als Verschwendung wertvollen Düngers - anderen als einzige Möglichkeit, Cholera-Epidemien und andere Seuchen einzudämmen. Heute führen die unterirdischen Leitungen Hunderte und Tausende Kilometer durch den Untergrund unserer Städte - allein in Augsburg sind es rund 640 Kilometer, was in etwa der Strecke nach Paris entspricht. Allerdings: Während es Zeiten gab, wo eine Exkursion in die Unterwelt in höheren Kreisen als exquisites Wochenendvergnügen galt, sind wir heute bemüht, mit den Leitungen und Rohren im Untergrund so wenig wie möglich zu tun zu haben. Dabei gehen die Schmutzwasserkanäle uns alle an: Von der Mehrheit ihrer Nutzer unbemerkt, halten sie uns am Leben - obwohl viele von ihnen mittlerweile ziemlich marode sind.

Moderation und Redaktion: Nicole Ruchlak


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