Bayern 2

radioWissen Lob und Dank

Anerkenunng: Daumen geht hoch | Bild: colourbox.com

Mittwoch, 06.09.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Über das Loben
Freundes Lob hinkt, fremdes Lob klingt

Habe Dank
Die Gesichter der Dankbarkeit

Das Kalenderblatt
6.9.1819
Hans Christian Andersen geht nach Kopenhagen
Von Prisca Straub

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Über das Loben - Freundes Lob hinkt, fremdes Lob klingt
Autorin: Claudia Heissenberger / Regie: Martin Trauner
Wer hört nicht gerne ein Lob, wenn es ehrlich gemeint ist. Die Wertschätzung des Bemühens ist Balsam für die Seele und Wasser auf die Mühlen des Ego. Bei Aristoteles wird das absolut Gute, das Göttliche gepriesen, gelobt wird das relativ Gute, nämlich Taten und Leistungen. Lob ist eine Form der Anerkennung, ein soziales Echo, das das Handeln des Menschen beurteilt. In der Antike lobte der Mensch von unten nach oben. Die Laudatio, die als Krönung der Sprachkunst galt, bejubelte Herrscher und Helden; in der Kirche ist das Lob des Herrn ein Zeichen von Demut und Unterwerfung. Heute wird Lob hauptsächlich von oben nach unten erteilt. Eltern loben ihre Kinder, Lehrer ihre Schüler, Vorgesetzte ihre Untergebenen. Doch wo gelobt wird, ist auch Kritik nicht fern, und überschwängliche Lobeshymnen vor versammelter Mannschaft sind ausgesprochen peinlich.

Habe Dank - Die Gesichter der Dankbarkeit
Autor: Rolf Cantzen / Regie: Frank Halbach
Ein höfliches "Danke" gehört zur Alltagskommunikation. Wirkliche Dankbarkeit geht darüber hinaus: Wir empfinden das Gefühl der Dankbarkeit, wenn wir etwas geschenkt bekommen haben und der Schenkende damit nichts anderes beabsichtigte uns eine Freude zu machen. Dankbarkeit stellt sich auch ein, wenn wir durch die Hilfe eines anderen aus einer Notlage befreit werden. Mit der Dankbarkeit verbunden ist eine Intensivierung oder Stiftung einer sozialen Beziehung: Wir fühlen uns verbunden mit dem Wohltäter. Das kann eine Verpflichtung schaffen, das erhaltene Geschenk oder die Hilfsleistung zurückzugeben. Andererseits können empfangene Wohltaten auch beschämen, zumal in Gesellschaften, die denen die Selbständigkeit und Eigenverantwortung als wertvoll gelten. Dankbarkeit spielt auch in religiösen Bezügen eine große Bedeutung: Der Gläubige ist Gott - oder "dem Leben" - dafür dankbar, dass es ihn gibt oder dass die Menschen die Welt als Geschenk bekommen haben. Eine solche Dankbarkeits-Freude lässt die Welt in einem sehr positiven Licht erscheinen.

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Bernhard Kastner

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