Bayern 2

Notizbuch Eine Landwirtschaft - kein Streichelzoo

Donnerstag, 31.08.2017
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Geld vor Wald:
In Polen wird einer der größten Urwälder Mitteleuropas abgeholzt

Dem deutschen Wald geht es schlecht:
Gespräch mit Rudolf Fenner, Waldexperte von Robin Wood

Entschleunigt und erdverbunden:
Besuch im niederbayerischen Keltendorf

Gespräch mit Haringke Fugmann, Evangelisch-Lutherische Kirche Bayern

Nah dran: Eine Landwirtschaft - kein Streichelzoo: Menschen mit Behinderung bewirtschaften den Johanneshof in Schwaben
Von Judith Zacher

Der Traum vom schnellen Geld - Schneeballsysteme

Wochenserie: "Rasten statt rasen"
Kainzenbad bei Garmisch

Moderation: Tanja Zieger

11.00 Nachrichten, Wetter
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Ausgewählte Beiträge als Podcast verfügbar

Nah dran: Eine Landwirtschaft - kein Streichelzoo: Menschen mit Behinderung bewirtschaften den Johanneshof in Schwaben

Eine funktionierende, ökologische Landwirtschaft - kein Streichelzoo: Das soll der "Johanneshof" sein. Um die Arbeitsmöglichkeiten der Menschen mit Behinderung noch zu erweitern, hat die Stiftung St. Johannes diesen Hof im Sommer 2016 eröffnet. Sechs Menschen mit Behinderung arbeiten derzeit auf dem Hof, mit den Kühen, Schweinen, Hühnern und anderen Tieren. Der Betrieb ist so konzipiert, dass die Arbeiten fast alle von den "Klienten", wie ihre Betreuer die Menschen mit Behinderung nennen, erledigt werden können. Mit so viel Unterstützung wie eben nötig. Die Anlage ist so gebaut, dass man auch mit dem Rollstuhl fast überall hinkommt. Ein weiterer Unterschied zur Arbeit auf einem "normalen" Bauernhof: Man hat mehr Zeit. Für die Arbeit an sich. Zum Reden, Lernen, Nachdenken, Nachfragen. Und auch die Tiere bekommen hier vielleicht etwas mehr Zeit, mehr Zuneigung - sie können ihr Leben genießen. Trotzdem: Jede Woche wird ein Rind geschlachtet, in der stiftungseigenen Schlachterei, und verwurstet in der Metzgerei der Stiftung. Genau wie die Schweine. Auch die Eier der Hühner werden verkauft oder in der eigenen Bäckerei verarbeitet. Die Verantwortlichen wollen mit diesem Hof aber auch ein Bewusstsein bei der Bevölkerung für die Arbeit in der Landwirtschaft wecken, auf dem "Erlebnishof St. Johannes".
(Wiederholung vom 06.10.2016)