Bayern 2

Notizbuch Aus dem Alltag eines Betreuungsvereins

Mittwoch, 26.07.2017
10:05 bis 12:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Klimawandel zerstört Landwirtschaft

Flüchtlinge in Italien werden immer öfter illegal in der Landwirtschaft beschäftigt

Flüchtlinge in Italiens Landwirtschaft -
Wo sie sind, wer davon profitiert und was Touristen davon mitbekommen

Die gläserne Bäckerei

Transparenz in Lebensmitteln: Woran erkenne ich frische Lebensmittel?
Gespräch mit Heidrun Schubert, Verbraucherzentrale Bayern

Nah dran: Begleitet, aber nicht entmündigt - aus dem Alltag eines Betreuungsvereins
Von Veronika Wawatschek

Rente - Porträt eines jungen Paares aus Würzburg

Serie "Rente, Umwelt, Familie, Steuer: Was wollen die Parteien?"
Das Notizbuch macht den Check

Wochenserie "Fit im Wald": Mittelwald Iphofen

Moderation: Ulrike Ostner

11.00 Nachrichten, Wetter
11.56 Werbung
Ausgewählte Beiträge als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Nah dran: Begleitet, aber nicht entmündigt  - Aus dem Alltag eines Betreuungsvereins

Wenn Nina Schmitt am Montagmorgen ihr Büro betritt, beginnt sie erst mal zu sortieren: Stapel für Stapel. Hinter jedem Stapel steht ein Mensch, eine Geschichte, oftmals keine einfache: Menschen mit psychischen oder körperlichen Erkrankungen, Menschen mit Suchtproblemen oder mit Demenz. Junge Menschen, alte Menschen. Teils mit Geldschwierigkeiten und ohne Angehörige, die sie unterstützen können oder wollen. Als Sozialpädagogin versucht die 40-Jährige ihre Klienten mit ihrer ganzen Geschichte zu sehen - so wie es sich der Würzburger Betreuungsverein, bei dem sie arbeitet, zum Ziel gesetzt hat: Menschen unterstützen - und zwar nicht nur bei rechtlichen oder finanziellen Fragen. Begleiten, aber nicht entmündigen - das war auch das Ziel der Gesetzesänderung von 1992 von Vormundschaft und Gebrechlichkeitspflegschaft hin zur gesetzlichen Betreuung. Seither wird ein Großteil der Klienten direkt oder indirekt von Betreuungsvereinen versorgt; und das hat Folgen: Früher konnten Entmündigte ohne die Zustimmung des Vormunds nicht einmal eine Kinokarte rechtswirksam kaufen, geschweige denn heiraten. Heute berät und begleitet ein Betreuungsverein seine Klienten auch bei ganz anderen Fragen, besucht sie zu Hause oder in der Psychiatrie, lädt zum Einzelgespräch - allerdings oftmals unter sehr knappen finanziellen und zeitlichen Ressourcen. Das Notizbuch Nah dran berichtet am 26. Juli in Bayern 2 "Aus dem Alltag eines Betreuungsvereins".