Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung Migrationsforschung

Donnerstag, 20.04.2017
18:05 bis 18:30 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Migrationsforschung
Gespräch mit Klaus Jürgen Bade, Migrationsforscher
Autorin und Gesprächsleitung: Sabine Straßer

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die so genannte Flüchtlingskrise: Menschen ertrinken in Massen im Mittelmeer oder vegetieren in türkischen und griechischen Massenunterkünften. Die Bundesregierung kämpft mit der Aufgabe hunderttausende Menschen aus anderen Kulturen zu integrieren, die wegen Krieg oder Armut zu uns geflüchtet sind. Den einen gelten sie als Hoffnung für den bevorstehenden Mangel an Arbeitskräften. Andere stimmen den rechten Populisten zu, die Deutschland wieder abschotten wollen. Klaus Jürgen Bade, emeritierter Professor für Neueste Geschichte an der Universität Osnabrück und Gründer des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien IMIS, hat die deutsche Debatte über Einwanderung seit den frühen 80iger Jahren begleitet. Für den Migrationsforscher der ersten Stunde war Deutschland schon ein Einwanderungsland, lange bevor dieser Begriff in der Politik Einzug hielt. Damals sprach man noch über "Gastarbeiter". Heute meint Bade, viele Politiker hätten noch immer nicht verstanden, dass eine Migrations- und Einwanderungsgesellschaft nicht erst durch regierungsamtlichen Stempel entsteht, sondern ein eigendynamischer Kultur- und Sozialprozess ist.

Redaktion: Gerda Kuhn

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