Bayern 2 - radioWelt


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Sahra Wagenknecht Seehofer-Reise nach Moskau verteidigt

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht, hat die Reise des bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer nach Moskau verteidigt. Wagenknecht sagte in der Bayern 2-radioWelt wörtlich: "Ich finde, man muss Gesprächsfäden haben ."

Stand: 03.02.2016

"Ich finde, man muss Gesprächsfäden haben und ich finde, gerade ein Land wie Russland, das direkt an die EU angrenzt, wo wir aus Sicherheitsgründen meines Erachtens engere Beziehungen bräuchten, ich hätte mir gewünscht, dass es aus der Bundesregierung jemand machen würde."

Sahra Wagenknecht

Wagenknecht sagte weiter: "Da finde ich, sollte man jetzt nicht Herrn Seehofer kritisieren, wenn er versucht, dort den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen."

Die Reise von Außenminister Steinmeier nach Saudi-Arabien hält Wagenknecht dagegen für nicht sinnvoll: "Das finde ich im Kontext dieses Festivals ein völlig falsches Signal. Also Riad ist nun wirklich eine Kopf-ab-Diktatur. Das ist ein Land, wo Mensch aufs Übelste verfolgt, eingekerkert, ausgepeitscht und auch geköpft werden. Es ist ein Land, das erheblichen Beitrag dazu leistet, islamistische Organisationen auch in Syrien zu finanzieren und zu unterstützen. Das heißt, es ist ein Hauptantreiber dieses Krieges."


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