Bayern 2 - radioWelt


1

Markus Ferber, Europaabgeordneter CSU Italien wird mit Flüchtlingen nicht alleingelassen

CSU-Europaabgeordneter sieht zur Zeit keine drohende Flüchtlingskrise.

Stand: 24.07.2017

"Und wenn Sie die Zahlen anschauen und mit dem vergleichen, was wir 2015 hatten, dann sind 100.000 Flüchtlinge, die zur Zeit in Italien sind, alle noch beherrschbar, insbesondere deswegen, weil das Gros der Last durch den EU-Haushalt und EU-Personal geleistet und getragen wird."

Markus Ferber

Den Vorwurf aus Rom, Italien würde allein gelassen mit den ankommenden Flüchtlingen, weist Ferber zurück:

"Die Regierung in Rom fühlt sich deshalb alleingelassen, weil sie jetzt vor einem Wahlkampf steht und natürlich versucht, über diesen Hilferuf ein bisschen innenpolitische Luft zu bekommen … und wir müssen nicht den Vorwahlkampf Italiens jetzt auf den deutschen Wahlkampf übertragen."

Markus Ferber

Kritik übte Ferber im Bezug auf die eigentlich vereinbarten Verteilung von Flüchtlingen in Europa:

"Die, die die Entscheidung getragen haben, halten sich bei der konkreten Aufnahme sehr zurück. Der hochgelobte französische Staatspräsident genau so wie die Benelux-Länder. Die Osteuropäer haben klar gesagt, sie nehmen keinen. Das ist insofern konsequenter als die Westeuropäer, die sagen wir nehmen, aber nehmen dann doch keine."

Markus Ferber


1