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Terrorgefahr in Deutschland "Wir sind gut aufgestellt!"

Nach den Anschlägen von Brüssel wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Im radioWelt-Interview auf Bayern 2 beteuert der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU), wie gut wir hierzulande schon aufgestellt sind.

Stand: 24.03.2016

31 Tote und 300 Verletzte bei den Anschlägen in Brüssel. Staatstrauer in Belgien. Gleichzeitig überlegen die Sicherheitspolitiker, welche Konsequenzen aus den jüngsten Terrorakten zu ziehen sind. Absoluten Schutz kann es in einer freien Gesellschaft nicht geben, aber vielleicht kann es besseren Schutz geben, wenn die zuständigen Behörden besser zusammenarbeiten. Klaus Bouillon, saarländischer Innenminister (CDU) und Vorsitzender der Innenministerkonferenz beteuert: "Wir sind grundsätzlich gut aufgestellt!"

Allerdings fordert Klaus Bouillon vor dem Sondertreffen der EU-Innenminister eine bessere Zusammenarbeit der EU-Länder beim Austausch von Daten. Das Problem liege auf europäischer Ebene:

"Es nutzt ja nichts, wenn jeder auf seinen Datenbänken sitzen bleibt und die Menschen sterben!"

Klaus Bouillon saarländischer Innenminister (CDU)

Für Bouillon geben einige Länder ihre Daten nach wie vor nicht schnell genug heraus:

"Aufgrund dieser fürchterlichen Ereignisse ist es an der Zeit, dass Europa speziell in diesem Bereich deutlich enger zusammenarbeitet als bisher. Der Terror kommt immer näher. (...) Alles, was mit Datenschutz zu tun hat, muss doch zurückstehen, wenn es um Leib und Leben geht!"

Klaus Bouillon saarländischer Innenminister (CDU)

Mit Blick auf Flüchtlinge fordert Bouillon ein europäisches Register über Ein- und Ausreisende und mehr Sicherheitsmaßnahmen im öffentlichen Raum:

"Wir müssen darüber nachdenken, dass wir Videoüberwachung verstärkt einsetzen. Es gibt viele Regionen in denen wir kaum Videoüberwachung haben."

Klaus Bouillon saarländischer Innenminister (CDU)


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