Bayern 2


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Preisverleihung in Nürnberg Mathias Tretter mit Deutschem Kabarettpreis ausgezeichnet

Der Künstler Mathias Tretter ist mit dem Deutschen Kabarettpreis 2017 geehrt worden. Am Samstagabend nahm der in Leipzig lebende Künstler in Nürnberg den mit 6.000 Euro dotierten Hauptpreis entgegen.

Stand: 14.01.2018

Der 45-Jährige in Würzburg geborene Kabarettist thematisiert auf ebenso humorvolle wie bissige Weise die massiven Veränderungen in Politik und Gesellschaft, die neue Kommunikationsmittel und eine Medienlandschaft im Wandel mit sich bringen, so das Nürnberger Burgtheater. Tretter wurde auch bekannt als Moderator der Sendung "Vereinsheim Schwabing" im Bayerischen Fernsehen.

Förderpreis für Lisa Eckhart

Den Förderpreis bekam die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart, das Duo "ONKeL fISCH" den Sonderpreis. Geehrt wurden die Künstler bei einer Gala in der Nürnberger Tafelhalle.

"Ihren Humor, der kein Tabu kennt, als tiefschwarz zu bezeichnen, wäre eine glatte Untertreibung."

Aus der Begründung des Burgtheaters

Lisa Eckhart überwältigt dem Nürnberger Burgtheater zufolge mit Intellekt, Mut und unwiderstehlicher Bösartigkeit:

"Ihre geistreichen Provokationen formuliert sie sprachlich auf höchstem Niveau."

Aus der Begründung des Burgtheaters

Sonderpreis für ONKeL fISCH

Das Duo "ONKeL fISCH" den Sonderpreis. Geehrt wurden die Künstler bei einer Gala in der Nürnberger Tafelhalle.

"Ob Lobbyismus oder Europa – die beiden Action-Kabarettisten machen jedes noch so komplexe Thema mit Wortwitz, Situationskomik und ihrer ansteckenden Spielfreude zu einem höchst anregenden Ereignis."

Aus der Begründung des Burgtheaters

Renomierte Auszeichnung

Durch den Abend führte der österreichische Kabarettist Alfred Dorfer, der im vergangenen Jahr den Hauptpreis erhielt. Der seit 1991 alljährlich von der Stadt Nürnberg und dem Burgtheater verliehene Preis gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der deutschen Kabarettszene.

Der Deutsche Kabarettpreis

Seit 1984 finden im Nürnberger Burgtheater jeden Spätherbst die Kabaretttage statt. Angeregt von deren Erfolg beschloss die Programmgruppe des Theaters, den "Deutschen Kabarett-Preis" ins Leben zu rufen - dieser Titel war nämlich noch nicht vergeben. Dabei legt das Theater großen Wert darauf, anspruchsvolles und ambitioniertes Kabarett zu würdigen - vielleicht ein Grund, warum der Preis sich lange mit dem Stellenwert eines Geheimtipps begnügen musste.

Mitschnitt auf Bayern 2

Höhepunkte der Preisverleihung in der Nürnberger Tafelhalle in den "radioSpitzen"

  • Fr. 19.01.2018 14.05 - 15.00 Uhr
  • Sa. 20.01.2018 20.05 - 21.00 Uhr

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Kommentare

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Steiner, Sonntag, 14.Januar, 20:13 Uhr

3. Gratulation für einen, der Chauvinisten auf die Schippe nimmt. In Ost und West!

Doch nicht nur er ist ein Gewinn für die deutschsprachige Kabarett-Kultur. Es fallen mir auch Dorfer, Springer, Attinger, Priol ein, die den Mut haben, den aufkommenden Rechtsruck scharf zu kritisieren. Den Kasper konnte im Nazi-Reich jeder drittjklassike Komiker machen. aber ein richtiges politische Kabarett, wie wir es jetzt haben, würde gerne wieder von den AfD-Polit-"Komikern" verboten. Von der trostlos-humorlosen NPD ganz zu schweigen, die verschwinden doch vorher im braunen Keller, wenn sie je mal lachen dürften.

  • Antwort von Hallo, Sonntag, 14.Januar, 21:24 Uhr

    Ihr Kommentar wird den wahren Komikern der Nazizeit nicht gerecht.
    Werner Finck, der in der Nazizeit als Kabarettist bekannt wurde und dem Brecht ein Gedicht "Eulenspiegel überlebt den Kreig" gewidmet hatte, meinte in einem Interview auf die Frage ob der "Druck von oben" nach dem Krieg nicht fehlen würde und ob es ihm heute (1964) nicht zu gut gehen würde: "Nein, das kann ich nicht sagen, aber die Eulenspiegelei lebt ja nicht nur von der schlechten Zeit, sondern von der Unzulänglichkeit der Menschen und der menschlichen Einrichtungen. Die Akzente haben sich nur verschoben."

    Mal "Der politische Witz in der Nazi Zeit" in youtube suchen...

Michael D., Sonntag, 14.Januar, 17:27 Uhr

2.

Sagt mir absolut nichts. Man sieht ja im Fernsehen zumeist die üblichen Mainstream-Abklatscher. Sehr selten den Michl Müller, der ab und an ja wirklich gute Gags drauf hat, ohne die allgemeine Komik-Schiene zu bedienen.

  • Antwort von Wolf, Sonntag, 14.Januar, 19:09 Uhr

    Der macht politisches Kabarett ,ist kein Allgäu-Kasperl.....

  • Antwort von Guter Mann, Sonntag, 14.Januar, 19:26 Uhr

    Mainstreamabklatscher bei Deutschem Kabarettpreis ?!
    Guter Mann, hier sind Sie definitiv auf der falschen Seite !
    Gratulation Herr Tretter !

  • Antwort von FoRiada, Sonntag, 14.Januar, 20:11 Uhr

    @ Michael D.

    Michi Müller mag ja in der Fastnacht in Franken eine große Nummer sein, aber ein Kabarettist? Tut mir leid, das ist für mich etwas anderes.

Hans, Sonntag, 14.Januar, 16:57 Uhr

1. verdient

Diese Entscheidung ist goldrichtig, er ist absolute Spitze!