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Ab Herbst 2018 Landtag besiegelt Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium

Die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium (G9) in Bayern ist endgültig besiegelt. Ein Dreivierteljahr vor dem offiziellen Start billigte der Landtag fraktionsübergreifend die von vielen Schülern, Eltern und Lehrern seit langem herbeigesehnte Reform. De facto sind damit die jetzigen Fünftklässler der erste G9-Jahrgang.

Von: Lorenz Storch

Stand: 07.12.2017

Schülerin einer fünften Klasse eines Gymnasiums hebt die Hand | Bild: picture-alliance/dpa

Der Bayerische Landtag hat das Gesetz zur Einführung des G9 mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen. Auch wenn an der neuen Oberstufe und der geplanten Überholspur für gute Schüler noch gefeilt werden muss – der Einführung des neunjährigen Gymnasiums im nächsten Herbst steht nichts im Wege, sagt Kultusminister Ludwig Spaenle:

"Die gymnasiale Schulfamilie kann sich darauf verlassen, dass alles zeitgerecht auf den Tisch kommt. Die Lehrpläne und die Schulbücher werden rechtzeitig vorliegen."

Ludwig Spaenle, Bayerischer Kultusminister

Ganztags statt Halbtagsgymnasium - fordern die Grünen

Die Freien Wähler sprechen von Schlafmützigkeit der CSU, unter der die Schüler zu leiden drohten. Zu viel Hin und Her beim Gymnasium und zu wenig Ehrlichkeit der CSU, moniert der SPDler Martin Güll: "Es hätte gereicht, sich hinzustellen und zu sagen, G8 war der falsche Weg." Mehr neue Lernformen fordert die SPD. Den Grünen ist vor allem die Ganztagsschule wichtig.

"Ein modernes Gymnasium wird keine Rückkehr zur alten Halbtagsschule werden. Es wird in Zukunft eine ganztägige Schule sein müssen."

Thomas Gehring von den Grünen

G9: Wieder neun Jahre - aber anders

Es soll ein neues neunjähriges Gymnasium werden – und nicht einfach die Rückkehr zum alten – da sind sich alle Fraktionen einig. Das "Gesetz zur Einführung des neuen neunjährigen Gymnasiums in Bayern" wurde fraktionsübergreifend beschlossen. Nur die fraktionslosen Abgeordneten Alexander Muthmann und Claudia Stamm enthielten sich.


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Erich , Donnerstag, 07.Dezember, 16:32 Uhr

1. Wieder ein politisches Experiment

auf Kosten unaerer Kinder in die Hose gegangen.

  • Antwort von Michi, Donnerstag, 07.Dezember, 17:12 Uhr

    ... und man sollte laut dazu sagen, dass die beteiligten und verantwortlichen CSU Leute inkompetent, überfordert und arrogant versucht haben durchzusetzen, was ihnen die Einflüsterer aus Industrie und oberster Parteiführung vorgesetzt haben. Und offensichtlich nehmen Sie das unsägliche G8 mit der gleichen Inkompetenz, und Überforderung wieder zurück

    Inkompetenz, gepaart mit Machtwillen um seiner selbst - ausbaden müssen es ja nur die Kinder!