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Never enough Monika Sprüth und die Kunst

Die internationale Top-Galeristin vertritt Künstler wie Cindy Sherman, Andreas Gursky, Thomas Demand. Jetzt eröffnet sie an ihrem Geburtsort Memmingen die Ausstellung "Never enough - Monika Sprüth und die Kunst". Von Knut Cordsen

Von: Knut Cordsen

Stand: 18.05.2017

Auf den einschlägigen Listen der tonangebenden Kunstmagazine taucht ihr Name seit Jahren schon ganz vorne auf, sie hat Künstler wie Cindy Sherman, Andreas Gursky, Rosemarie Trockel, Jenny Holzer und Thomas Demand entdeckt, lange bevor andere ihre Größe erkannten: die Galeristin Monika Sprüth. Monika Sprüth, die 1983 ihre Galerie eröffnete , kennt den Kunstmarkt nicht nur wie kaum eine andere, sie ist auch eine seiner renommiertesten Repräsentantinnen. Seit 1998 führt sie ihre Galerie zusammen mit Philomene Magers, ihre Standorte sind Berlin, London und Los Angeles. Der Geburtsort von Monika Sprüth freilich liegt in Memmingen, und dort in der Memminger MEWO-Kunsthalle wird heute die Ausstellung „Never Enough – Monika Sprüth und die Kunst“ eröffnet.

Auch "Kraftwerk" steht auf ihrer Liste

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat sie mal die Frau genannt, „die alle um ihre Künstler beneiden“. Es ist in der Tat sagenhaft, wer alles durch sie vertreten wird: Bernd und Hilla Becher, Peter Fischli, David Weiss, John Baldessari, Barbara Kruger etc. pp. - das Ausstellungsmotto passt: Es kann für sie nie genug gute Künstler geben. Die Elektro-Band "Kraftwerk" vertritt sie auch, da sie deren Mitglied Ralf Hütter schon im Architektur-Studium in Aachen kennenlernte.

Dienstleisterin und Beraterin

Sie nennt sich stets ganz bescheiden eine „Dienstleisterin und Beraterin“ der Künstler. Die Kunst-Szene hat sich seit ihren Anfängen in den 80-er Jahren extrem gewandelt, darüber klagen viele, auch Monika Sprüth. Die Kunst sei zum "Spekulationsobjekt" verkommen, sagt sie gegenüber dem BR.


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