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Singer-Songwriter-Sound mit Orchesterklängen Aimee Mann: "Mental Illness"

Fünf Jahre sind seit ihrem letzten Soloalbum ins Land gegangen, jetzt ist die amerikanische Singer-Songwriterin Aimee Mann mit einem hervorragenden neuen Album wieder da und knüpft damit an ihre besten Zeiten an.

Von: Christoph Leibold und Claus Kruesken

Stand: 06.04.2017

CD-Cover "Mental Illness" von Aimee Mann | Bild: Superego Records, Montage: BR

Singer-Songwriter-Sound mit Streichern

Auf „Charmer“, ihrem letzten Album haben wir Aimee Mann eher rockig erlebt. Jetzt klingt es wieder melancholisch, zart mit typischem Singer-Songwriter-Sound, viel Gitarre, Klavier, aber auch - und das ist bei ihr eher ungewöhnlich - mit reichlich Streichern, so wie damals, als sie 1999 die Musik zum Film „Magnolia“ lieferte.   

"Ich habe mir erlaubt, die traurigsten, langsamsten Songs zu schreiben, die ich konnte."

Aimee Mann

„Mental Illness“ - Geisteskrankheit

Im Albumtitel zeigt sich auch Aimee Manns ungewöhnlichen Humor. Einige der Texte drehen sich tatsächlich um Menschen mit Persönlichkeitsstörungen – zum Teil aus ihrem persönlichen Umfeld oder zumindest daraus inspiriert. Zwei Songs zeichnen pathologische Lügner, einige haben mit bipolaren Störungen zu tun, andere einfach mit zerstörten Hoffnungen von Unbelehrbaren.

Ein Freund hatte sie gefragt, worüber sie auf ihrem neuen Album singt. Aimee Mann antwortete: „Ach weißt Du, es sind die üblichen Songs über Geisteskrankheiten.“ Darauf er: „Dann nenn‘ es doch auch so“.

"Ich hoffe, dass man merkt, dass hier auch mein Galgenhumor im Spiel ist. Mich bringt der Titel zum Lachen, weil er so ehrlich ist, so direkt, dass er schon wieder lustig ist."

Aimee Mann über den Titel ihres Albums


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