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EU-weite Einführung Juncker: Euro überall in der Europäischen Union

Der EU-Kommissionspräsident erklärt in seiner Rede zur Lage der Union, wie er sich die Europäische Union vorstellt: Künftig soll man überall mit dem Euro zahlen können, also auch in ärmeren osteuropäischen Ländern. Und die EU soll wachsen.

Stand: 13.09.2017

Jean-Claude Juncker | Bild: picture-alliance/dpa

Der Kommissionspräsident erklärte, dass auch der Schengenraum ohne Grenzkontrollen auf die gesamte EU ausgeweitet werden soll. Zudem soll die EU weiter wachsen: Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben.

Diskussions-Potential vor der Bundestagswahl

Kurz vor der Bundestagswahl macht Juncker damit Vorschläge, die erheblichen Streit auslösen könnten. So bedeutet die gewünschte Ausweitung der Eurozone, dass auch EU-kritische Länder wie Ungarn oder Polen die Einheitswährung einführen sollen. Auch soll sie in armen EU-Ländern wie Rumänien oder Bulgarien gelten.

Cyber-Abwehr und Verhandlungen mit Australien

Juncker plant für die nächsten Monate den Angaben zufolge unabhängig von der Reformdebatte einige konkrete Initiativen. So sollen Verhandlungen über Freihandelsverträge mit Australien und Neuseeland begonnen werden.

Ein neuer Prüfmechanismus soll unerwünschte Übernahmen sensibler Wirtschaftsunternehmen oder Infrastruktur durch chinesische Staatskonzerne erschweren. Geplant sind zudem Abwehrmaßnahmen gegen Cyberangriffe, eine Initiative zum Datenaustausch sowie eine Strategie zur Stärkung und Digitalisierung der europäischen Industrie.


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