Bayern 2 - Tagesgespräch


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Spalter oder Reformator Wer ist Luther für Sie?

Als Ergebnis der Reformation im 16. Jahrhundert entstand die heutige evangelische Kirche. Zum Reformationsjubiläum fragen wir, was wissen Sie über Martin Luther und was bedeutet er Ihnen? Expertin in der Sendung: Margot Käßmann

Stand: 12.05.2017

Martin Luther Magnete  | Bild: picture-alliance/dpa

Reformation, Buchdruck, Entdeckungsfahrten - vor 500 Jahren begann die Welt, sich tiefgreifend zu verändern. Am 31. Oktober 1517, einen Tag vor Allerheiligen, soll der Augustinermönch Martin Luther (1483-1546) 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche angeschlagen haben. Darin kritisierte er die Ablasspraxis der Kirche. Die Thesen und ihre Folgen lösten weltweit Veränderungen aus, nicht nur in Kirche und Theologie, sondern auch in Musik, Kunst, Wirtschaft und Sozialem. Luthers Anliegen war die Wiederherstellung (Reformation) einer dem Evangelium gemäßeren Kirche.

Expertin in der Sendung

Margot Käßmann, Evangelische Theologin und EKD-Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017

Zentrale Voraussetzung dafür war seine Übersetzung der Heiligen Schrift ins Deutsche. In die anfangs religiöse Reformbewegung und die Empörung über eine fortschreitende Verweltlichung der Kirche und einen Machtmissbrauch Roms mischte sich auch die Kritik an den sozialen Missständen des ausgehenden Mittelalters.

Die Reformation änderte auch die politische Landkarte Deutschlands und die europäische Staatenwelt; sie schuf tiefe Gegensätze zwischen katholischen und protestantischen Staaten und verursachte Religionskriege, besonders in Frankreich und im Heiligen Römischen Reich.

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Eine Frau telefoniert | Bild: colourbox.com

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Stefan Karrer, Freitag, 12.Mai, 12:54 Uhr

15. Tagesgespräch Luther

Man sagt so leicht, die Zeit war damals reif. Wenn man die Geschichte des Mittel altes betrachtet, ist das ein perfektes zusammenwirken eines wunderbaren Strippenziehers aus politischen, hoheitlichen, kirchlichen, kulturellen und sozialen Strömungen. Eine perfekte Geburt

Johannes Rudolph, Freitag, 12.Mai, 12:52 Uhr

14.

Für mich hat Luther vorallem wieder Jesus Christus in den Vordergrund gerückt. Und daran müssen sich beide Amtskirchen auch heute immer wieder erinnern.

Bauer, Marcella, Freitag, 12.Mai, 12:50 Uhr

13. Wer ist Luther für Sie?

Für mich spielt Luther überhaupt keine Rolle. Er ist nur ein Teil der deutschen Geschichte. Ich brauch keine Bibel, da es für mich ein Märchenbuch ist und bleibt. Ich bin Atheistin und bin trotzdem sehr moralisch erzogen worden. Die Frau Käsmann erzählt das Gewalt von Thomas Münzer ausging. Der größte Teil der Kriege auf der Welt waren und sind Religionskriege. Ohne Religion ginge es den Menschen wesentlich besser!!!

Weber walter, Freitag, 12.Mai, 12:48 Uhr

12. Lutherjahr

Sehr geehrte Damen und Herren,
zum Lutherjahr möchte ich folgendes sagen: Nach gründlichem Studium zu Luther stelle ich fest, dass Luther mit dem christlichen Glauben und Jesus von Nazareth nichts, aber auch gar nichts gemeinsam hat. Dies gilt auch für die katholische Institution. Der Glaube allein genügt sagt Luther, aber das hat Jesus nie gesagt! Er sagte, wer meine Lehre hört und sie tut, der ist ein weiser Mann und - Er sagte auch: Folget Mir nach. Die Religionen haben die Menschen immer an die Institutionen gebunden und nicht in ihr Inneres geführt. Die Welt würde anders ausschauen, wenn die Bergpredigt und die 10 Gebote von uns Menschen gelebt würde. Und dazu braucht es keine Priester, Dogmen und Rituale. Die hat Jesus schon zu seiner Zeit aus dem Tempel verwiesen.
Mit freundlichen Grüßen
Walter Weber

  • Antwort von Barbara, Freitag, 12.Mai, 12:56 Uhr

    Und was ist mit den Aposteln, denen Jesus ausdrücklich den Auftrag erteilt hat: "Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet den Menschen das Evangelium! Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet werden, wer nicht glaubt, wird verdammt werden!" (Markus 16. Kapitel)

Thomas Weiherer, Freitag, 12.Mai, 12:44 Uhr

11. Amtskirchen

Die Amtskirchen (beide) haben sich mittlerweile überholt. Sie beantworten die Fragen unserer Zeit nicht. Sie definieren sich ausschließlich aus (fragwürdigen) Dogmen aus dem Mittelalter und gehen nicht mit der Zeit. Die Amtskirchen behandeln ihr Personal schlecht .