Bayern 2 - Tagesgespräch


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Gerücht oder Tatsache Wie kann man das noch unterscheiden?

Es ist nur ein Gerücht, dass ein Mädchen vergewaltigt wurde, aber viele Russlanddeutsche sind überzeugt davon. Und eine Meldung über einen toten Flüchtling stellt sich als erfunden heraus. Das Tagesgespräch fragt: Was glauben Sie noch?

Stand: 29.01.2016

 Demonstranten stehen am 23.01.2016 in Berlin vor dem Kanzleramt mit Schildern, auf denen "Heute mein Kind - morgen dein Kind" und "Wir sind gegen Gewalt" zu lesen ist. Die Proteste beziehen sich auf Gerüchte zu einer angeblichen Vergewaltigung einer Minderjährigen aus einer deutsch-russischen Familie im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. | Bild: BR

"Get it first, but FIRST, get it RIGHT" - eigentlich ein wichtiger Grundsatz für die Medien und für alle, die Nachrichten verbeiten: Wenn Wichtiges passiert, dann soll es schnell unter die Leute. Aber zuerst muss eine Frage geklärt sein: Stimmt die Meldung überhaupt?

Im Netz verbreiten sich Gerüchte heute immer schneller - ein Phänomen, das auch die Medien unter Druck setzt. Wer zu lange zögert, der verliert Reichweite. Wer zu schnell etwas meldet, das sich als falsch herausstellt, der verliert zurecht Vertrauen.

Wie Ist Ihr Blick auf dieses Thema? Das wollte das Tagesgespräch auf Bayern 2 und in ARD-alpha von den Anruferinnen und Anrufern wissen.

Was ist die Wahrheit? Was ist nur ein Gerücht?

Die zentralen Fragen der Sendung: Was klingt für Sie plausibel und glaubwürdig? Was entlarvt sich schnell als Unsinn oder böses Gerücht? Welche Behauptungen, welche Meldungen sind Ihnen begegnet, bei denen Misstrauen angebracht war?

Zu Gast bei Tagesgespräch-Moderator Achim Bogdahn war Prof. Wolfgang Schweiger. Er ist Kommunikationswissenschaftler an der Universität in Hohenheim.

Die Nummer ins Studio: 0800 / 94 95 95 5

Eine Frau telefoniert | Bild: colourbox.com

Unter dieser gebührenfreien Telefonnummer sind wir werktags ab 11 Uhr für Sie erreichbar. Rufen Sie an!
Diskutieren Sie mit unserem kompetenten Studiogast über ein aktuelles Thema. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion und Sport - im Tagesgespräch debattieren wir über alle gesellschaftlich wichtigen Fragen. 


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radioWissen Fan, Freitag, 29.Januar, 13:29 Uhr

15. Die Macht des Gerüchts - Wie Klatsch unser Leben lenkt (radioWissen 04.01.2013)

zum Thema gibt es auch ein radioWissen Podcast. Gerüchte gab es schon immer und wird es immer geben...

http://cdn-storage.br.de/mir-live/MUJIuUOVBwQIb71S/iw11MXTPbXPS/_2rc_H1S/_-iS/_A4G9-rc/130104_0905_radioWissen_Die-Macht-des-Geruechts---Wie-Klatsch-unser.mp3

Mit freundlichen Grüßen
ein treuer Hörer

Michael Ganowski, Freitag, 29.Januar, 12:58 Uhr

14. A(sozial Media)

Diese Gerüchte werden von den leichtgläubigen Usern auf den asozialen Netzwerken verteilt. Warum wird Facebook und co nicht verboten oder der Schaden den es weltweit anrichtet zur Rechenschaft gezogen. Zuckerberg schaffelt Milliarden und die Gesellschaften spalten sich.

Farin Urlaub, Freitag, 29.Januar, 12:58 Uhr

13. Bleib höflich und sag nichts - das ärgert sie am Meisten

Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin
Die meisten Leute haben ja gar nichts Beseres im Sinn
Es ist ihr eintöniges Leben, was sie quält
Und der Tag wird interessanter, wenn man Märchen erzählt

Und wahrscheinlich ist ihnen das nicht mal peinlich
Es fehlt ihnen jede Einsicht und wieder mal zeigt sich
Sie sind kleinlich und vermeintlich fremdenfeindlich

Hast du gehört und sag mal, wusstest du schon
Nämlich: du verdienst dein Geld mit Prostitution
Du sollst ja meistens vor dem Busbahnhof stehn
Der Kollege eines Schwagers hat dich neulich gesehn

Märchenonkel, Freitag, 29.Januar, 12:56 Uhr

12.

Ich muss mich schon etwas über die Menschen wundern, die meinen, etwas verbreiten zu MÜSSEN. Sie müssen gar nichts verbreiten, vor allem keine Gerüchte. Wer unbedingt meint er müsste etwas verbreiten, sollte doch Grimms Märchen verbreiten. Die können dann von den Menschen geglaubt werden oder nicht. Zumindest richten sie keinen Schaden an.

Dieter Nanzig, Freitag, 29.Januar, 12:51 Uhr

11. Gerücht oder Tatsache

Wer seine Sinne beisammen hat, wird sich seine Meinung nicht aufgrund von Nachrichten in den (un)sozialen Netzwerken bilden. Sehr bedenklich finde ich allerdings, dass seriöse Medien, denen ich bisher meinte Vertrauen schenken zu können, eben diese Nachrichten oft als gegebene Tatsachen übernehmen und ihrerseits ungefiltert verbreiten. Andererseits aber Geschehnisse wie z.B. in Köln, erst vier Tage später Verbreitung finden. Lag das daran, dass es politisch nicht oportun war, negatives über Flüchtlinge zu berichten? Wer wundert sich da noch, dass der Jornalimus inzwischen das Image eines Versicherungsvertreters oder Bankers hat.
mfg Dieter W.Nanzig