Bayern 2 - Notizbuch


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Einblicke in Bayerns Gewächshäuser Der Zeit stets weit voraus

Regional sollen die Lebensmittel sein, aber auf Salat und Gemüse im Winter verzichten will man auch nicht. Diesem Verbraucher-Wunsch entsprechen auch die bayerischen Gärtnereien. Seitdem viele Menschen wieder mehr darauf achten, woher Tomaten und Salate stammen, weiten Gärtner ihre Produktionsfläche aus. Und während draußen gerade erst der Frühling beginnt, ist drinnen schon Hochsommer, und es wird sogar schon geernet.

Von: Tobias Chmura

Stand: 09.03.2017

Die Gewächshäuser der Gärtnereien in Bayern, ob für den Gemüsebau oder für Zierpflanzen, erstrecken sich auf einer Fläche von 521 Hektar. Das entspricht etwas mehr als fünf Quadratkilometern. Der Trend zum Regionalen, der Wunsch nach Lebensmitteln, die vor der Haustür gewachsen sind, das ist eine Entwicklung, die auch Bayerns Gärtner ganz konkret spüren und bedienen. Und der heimische Markt hat Potenzial. Der Selbstversorgungsgrad mit Gemüse liegt in Bayern gerade mal bei 35 Prozent. Wer es schafft, seine Produkte nicht über den großen Handel, sondern regional zu verkaufen, für den sieht es im Moment gut aus.

Preisdruck des Handels ist extrem

Allgemein aber haben es die Gärtnereien im Gemüsebau offenbar zunehmend schwerer, sich zu behaupten. Nach Angaben des Bayerischen Gärtnerei-Verbands hat das zwei Gründe: Zum einen ist der Preisdruck im Lebensmitteleinzelhandel extrem groß. Wenige Konzerne beherrschen fast den gesamten Markt und üben entsprechenden Druck aus. Zum anderen wandern arbeitsintensive Kulturen verstärkt ins Ausland, weil die Gärtnereien ihren Saisonkräften hierzulande nun den Mindestlohn zahlen müssen.

Viel Konkurrenz für bayerische Blumengärtnereien

Bei den Zierpflanzen müssen sich Gärtnereien in Bayern vor allem gegen eine starke Konkurrenz durchsetzen. In den Niederlanden ist der Gartenbau traditionell stark, und innerhalb Deutschlands gibt es besonders am Niederrhein sehr große Betriebe, die entsprechend günstig produzieren können. Nur wenige Gärtnereien in Baysern ziehen ihre Pflanzen noch selbst groß, um sie dann an den Endverbraucher verkaufen. Viele andere Gärtnereien haben sich nur auf den Verkauf oder nur auf die Aufzucht spezialisiert.

Bilder aus bayerischen Gewächshäusern


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