Bayern 2 - Notizbuch


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Futtermittel Was fressen unsere Tiere da eigentlich?

Zugekaufte Futtermittel in der Landwirtschaft sind ein Milliardengeschäft. Allein in Deutschland gibt es nach Auskunft des Deutschen Verbandes für Tiernahrung 313 Hersteller von Futter für Nutz- und Heimtiere. Der Futtermittelmarkt ist so hart umkämpft, dass die Versuchung zu panschen groß ist.

Von: Landwirtschaft und Umwelt

Stand: 24.03.2017

Futtermittel und ihre Skandale | Bild: Picture-Alliance/KEYSTONE

Hersteller von Futtermitteln müssen unterschiedlichsten Ansprüchen gerecht werden: gentechnikfrei, bio, nicht-bio, besonders eiweißreich und so weiter. Auf den Etiketten von Futtermitteln finden sich oft lange Listen mit Inhalts- und Zusatzstoffe. Es sind ausgeklügelte Rezepturen mit Bestandteilen aus aller Welt, zum Beispiel mit Vitaminen aus China. Für die Qualität der Futtermittel bürgt der Hersteller, muss sich dabei aber auf Zertifikate und Kontrollen anderer ausgewiesener Firmen verlassen. Meist machen die Hersteller deshalb lieber noch eigene Stichprobenuntersuchungen.

Chronik der Futtermittelskandale

Auf Nummer Sicher durch hofeigenes Getreide

Mal sind es Fette für die Biodieselerzeugung, mal ist es verschimmelter Mais wie zuletzt 2013, was den Tieren im Futter untergejubelt wird und schlimmstenfalls auch in unseren Mägen landet. Will ein Bauer sichergehen, was er seinen Tieren füttert, kann er eigentlich nur sein eigenes Getreide verarbeiten lassen. Zum Beispiel, indem er einen Futtermittelhersteller auf den Hof kommt lässt. Mobile Futtermittel-Müller, die gibt es. Die Vorteile für den Bauern: Er muss kein Fertigfutter kaufen und weiß genau, was er verfüttert. Denn der Bauer hat es selbst in der Hand, wie er seine Felder spritzt und danach mit seiner Ernte umgeht, gerade beim Mais ein wichtiges Thema.

Hörtipp!


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