Bayern 2 - Notizbuch


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Fit im Wald Bewegung unterm Blätterdach

Bewegung im Grünen ist gesund und macht Spaß - mit der Familie, mit Freunden oder in einer Fitnessgruppe. Unter dem Motto "Fit im Wald" haben wir Tipps für Sport in der Natur für Sie zusammengestellt - in vielen Ecken Bayerns.

Stand: 24.07.2017

Eine Gruppe von Sportlern hüpft über Baumstämme auf dem Trimm-Dich-Pfad in Kulmbach-Oberpurbach | Bild: BR / Claudia Stern

Trimm-Dich-Pfad Kulmbach

Der Kulmbacher Trimm-Dich-Pfad liegt direkt beim Flughafen Kulmbach (zur Karte). Eintritt kostet er nicht.

Der Fitness-Parcours mit Trainingsstationen etwa für Kniebeugen, Klimmzüge oder Gleichgewichtsübungen ist keinesfalls ein Relikt aus den 70er Jahren, das langsam vor sich hin gammelt. Er wird gut besucht – und wurde erst dieses Jahr auf die Initiative begeisterter Freiluft-Sportler hin von der Stadt modernisiert: zusätzliche Schilder mit Übungsanleitungen wurden aufgestellt, morsche Balken ausgetauscht. Im März veranstaltete eine Gruppe engagierter Sportler zusätzlich einen Sponsorenlauf zugunsten des Trimm-Dich-Pfads. Mit dem Erlös wollen sie den Pfad noch attraktiver machen

Diese Gruppe trifft sich regelmäßig zum Training auf dem Trimm-Dich-Pfad in Kulmbach – und macht gezielt Zusatztraining zum Laufen. Der Spaß steht dabei im Vordergrund.

Walderlebniszentrum Ziegelwies bei Füssen

Das Walderlebniszentrum Ziegelwies bei Füssen liegt direkt an der deutsch-österreichischen Grenze südlich von Füssen am Lech (zur Karte). Der Eintritt ist frei, nur der Baumwipfelpfad nebenan kostet für Erwachsene 4 Euro.

Für Familien ein ideales Ausflugsziel: Die Wege im Tal sind geeignet für Kinderwagen, das Gelände trotz der Größe überschaubar. Kinder können spielerisch lernen, sind draußen in der Natur und ständig in Bewegung. Auf den Spielplätzen können sie toben und am Musikplatz ausprobieren, wie unterschiedlich Holz auch klingen kann. Ein Highlight ist das Floß im Auwaldpfad des Walderlebniszentrums.

Am Ufer des Lechs können Kinder und Erwachsene an zahlreichen Spielstationen viel Wissenswertes erfahren über zwei Lebensräume, ihre Tiere und Pflanzen: Auwald und Bergwald. Unten am Lechufer breiten sich die Auen aus, oberhalb geht es schnell in die Berge. Dass das Areal beides zu bieten hat, ist ein Glücksfall, ebenso die Lage des Walderlebniszentrums direkt am alten Grenzübergang nach Österreich. Hier war die Natur die meiste Zeit weitgehend sich selbst überlassen gewesen. Eines der Highlights ist das Floß im Auwaldpfad des Walderlebniszentrums.

Naturerlebnisweg Mittelwald Iphofen

Der Mittelwald-Pfad ist von Iphofen aus über die Straße nach Birklingen erreichbar. Nach den Serpentinen (ja, die hat's da wirklich!) parkt man an der markanten Bildeiche am Mittelwald-Informationszentrum und läuft dort los (zur Karte). Der Eintritt in die freie Natur kostet nichts.

Iphofens Mittelwald ist dafür da, den Bürgern der Stadt Brennholz zu liefern. Für die, die innerhalb der mittelalterlichen Mauern ihr Haus bewohnen und das Holz selbst verschüren, kostet das sogar nichts – außer viel Mühe und Schweiß, denn die Familien müssen die jungen Bäume selbst fällen, zerkleinern, transportieren und aufschichten.

Fit dürfen sie dabei also allemal werden. Damit das auch erleben kann, wer nicht in Iphofen wohnt, gibt es den Mittelwald-Pfad. Er führt etwas mehr als drei Kilometer durch den besonderen Wald, der außergewönlich licht ist und voller seltener Schmetterlinge und Vögel.

Wer danach noch Zeit und Lust hat, kann die übrigen Naturerlebnis-Pfade der Stadt ausprobieren oder die Altstadt von Iphofen anschauen, sowie das Knauf-Museum und den Schwanberg bei Iphofen. An schönen Tagen hat man dort sogar einen Blick bis in die Rhön.

Der Silberberg bei Bodenmais im Bayerischen Wald

Unterwegs im Wald und darunter: Der Silberberg liegt in Bodenmais im Landkreis Regen/Bayerischer Wald und ist dort gut vom Ort aus ausgeschildert (zur Karte). Man kann über sehr viele verschiedene Wanderwege zum Berg gelangen – oder mit dem Auto zur Talstation der Bergbahn fahren. Eine Wanderkarte hat zum Beispiel die Tourist-Info Bodenmais (Tel. 0 99 24 - 7 781 35).

Das Besondere am Silberberg ist: Man kann nicht nur darauf steigen und den Waldspaziergang genießen. Man kann auch unter dem Wald unterwegs sein. Ein System von Höhlen und Gängen durchzieht den Berg. Darin wurde bis vor kurzem Erz abgebaut. Auf dem Trampelpfad, der von der Teerstraße abzweigt, die vom Parkplatz an der Talstation zur Mittelstation der Bergbahn führt, sind damals die Bergarbeiter durch den Wald zu ihrer Arbeit im Bergwerk marschiert.

Das ist heute von der Mittelstation der Bergbahn aus zugänglich. Mehrmals täglich kann man eine kleine Führung durch den stillgelegten Hauptstollen (Barbarastollen) machen, die auch für Kinder, Ältere oder nicht sportliche Menschen bequem zu gehen ist. Sie ist mit der AktivCard Bayerischer Wald, die man als Übernachtungsgast in den meisten Bodenmaiser Quartieren bekommt, sogar kostenlos.

Außerdem gibt es eine Erlebnisführung durch die unbeleuchteten Stollen. Dafür sollte man trittsicher und von guter körperlicher Fitness sein. Man braucht gute Schuhe, gegebenenfalls warme Kleidung (in der man aber beweglich sein muss) und eine eigene gute Taschenlampe mit neuer Batterie. Mindestalter für Besucher ist 10 Jahre, und man darf keine Höhen- oder Platzangst haben. Anmeldung spätestens einen Tag vorher unter 0 99 24 - 3 04. Kosten: 16 Euro pro Person. Diese Führungen werden nur für kleine Gruppen gemacht und finden Mittwoch und Samstag ab 10 Uhr statt, jeweils zwei Stunden lang.

Fitnesspark am Flaucher in München

Der Fitness Park Isarauen liegt in Untergiesing östlich der Isarauen (zur Karte). Zugang direkt über den Isar-Spazierweg (auf Höhe Freibadbächl, zwischen Mittlerem Ring und dem Bahnübergang). Mit öffentlichen Verkehrsmittel erreichbar mit der U1 bis zum Candidplatz, mit der U3 zur Brudermühlstraße oder mit der Buslinie 54 zur Gerhardstraße, danach folgt ein ca. 10 minütiger Fußmarsch. Der Eintritt ist kostenlos.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit können sich Sportler hier austoben. Egal ob mit mitgebrachter Gymnastikmatte oder Boxhandschuhen oder auf einem der zahlreichen fest installierten Fitness-Geräte, die man in dieser Form sonst nur selten sieht. Im Sommer herrscht hier abends Hochbetrieb. Zu jedem Gerät gibt es eine Tafel mit einer Trainingsanleitung.


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