Bayern 2 - Eins zu Eins. Der Talk


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Uwe Rada, Journalist und Autor Hat großes Faible für Gewässer

Seine Familiengeschichte sei ein "deutsch-böhmisches Kuddelmuddel", sagt Uwe Rada. So zog es ihn zunächst von Schwaben nach Berlin, Von dort aus erkundete er die Grenzflüsse Oder, Memel und Elbe, die jetzt aber auch ein länderübergreifendes und damit völkerverbindendes Scharnier sind. In seinem aktuellen Buch beschäftigt sich Rada mit dem Sehnsuchtsmeer der Deutschen - der Adria.

Stand: 21.10.2015

Zunächst deutet nichts darauf hin, dass Uwe Rada mal im Schreiben seine Erfüllung finden würde: Er bricht sein Studium in Berlin ab, fährt dann drei Jahre lang LKW im Berliner Lieferverkehr, danach verdingt er sich zwei Jahre lang als Gabelstapler. In dieser Zeit wird er freier Mitarbeiter des Berliner Mietermagazins. Diese Tätigkeit mündet dann in seinen Job als Redakteur für Stadtentwicklung bei der taz, das ist sein Anker bis heute. Er lernt polnisch, schreibt ein Buch über das deutsch-polnische Grenzgebiet und stellt fest, dass die Oder mehr ist als ein Grenzfluss. Er erzählt die Geschichte des Grenzgebietes vom Fluss aus, merkt, "wie spannend Peripherie ist", reist mit dem Fahrrad an den Flüssen entlang, trifft Menschen, besucht Städte und bringt Vergangenheit und Gegenwart zusammen.

Der Großonkel Josef Novák

Im Gespräch mit Stefan Parrisius in "Eins zu Eins. Der Talk" erzählt Uwe Rada auch von seinem Großonkel Josef Novák, der 1948 als einer der letzten Elbschiffer zwischen der kommunistischen Tschechoslowakei und der Freien und Hansestadt Hamburg verkehrt. Als solcher verhalf er dem ehemaligen tschechoslowakischen Finanzminister Ladislav Feierabend, dem in der Tschechoslowakei Gefängnis droht, zur Flucht.


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