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Winterdienste in Bayern Von Schneegestöber keine Spur

Der heurige Winter ist bislang eisig, aber in weiten Teilen Bayerns schneearm. Können die Beschäftigen bei Winterdiensten in bayerischen Städten also momentan aufatmen? Ein Überblick, wie es im Freistaat von Hof bis Rosenheim aussieht.

Stand: 07.02.2012
Schneeräumfahrzeug in der Münchner Innenstadt | Bild: picture-alliance/dpa

So mancher Münchner, der am frühen Dienstagmorgen auf dem Ring unterwegs war, wunderte sich, dass doch noch Schnee auf den Straßen lag. Aufgrund der extremen Minusgrade dauere es momentan zeitlich etwas länger, bis das Salz auf den Straßen seine chemische Reaktion entfalte und die Tauwirkung einsetze, so Cornelia Unterhuber, Pressesprecherin des Baureferates. Dabei rücken die ersten Streufahrzeuge in der Landeshauptstadt generell bereits um 3.00 Uhr aus. Und zwar, wenn Schneefall von mindestens drei Zentimetern oder Straßenglätte droht. Der Einsatz wird also bereits am Vortag geplant. Auf insgesamt 800 Kilometern Straße muss Feuchtsalz gestreut werden. Zudem müssen 930 Kilometer Radwege, 1.550 Kilometer Gehwege, 9.650 Fußgängerüberwege und 2.100 Bus- und Trambahnhaltestellen vor Glätte gesichert werden. Auch Räumfahrzeuge sind dafür im Einsatz.

Nürnberg spart diesen Winter nach eigenen Angaben bares Geld. So könne der Winterdienst an jedem schneefreien Wochenende mit Einsparungen in Höhe von mindestens 60.000 Euro rechnen, so Winterdienst-Leiter Marco Daume gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Aufgrund der milden Witterung kann die Stadt viele Aufgaben angehen, die bei strengem Frost unerledigt bleiben, beispielsweise Straßen reparieren.

Ruhiger Winter in Rosenheim

Entspannter als in manche früherem Winter geht es momentan beim Winterdienst in Rosenheim zu.

"Unsere Winterdienstleute sind fast schon traurig, weil sie so wenig zu tun haben."

Werner Oeckler, Werksleiter vom Rosenheimer Baubetriebshof

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Oeckler ist auch für den Winterdienst zuständig, der 60 Mitarbeiter beschäftigt. Er spricht von einem ruhigen Winter. "Heute sind ja nur zwei Zentimeter gefallen, da rücken nur wenige Fahrzeuge aus." Statt mit Schneeräumern bekämpfe man den Belag auf den Straßen in diesem Fall mit Salz. Eine Methode, die allerdings ein wenig Zeit braucht: "Erst wenn einige Autos darüberfahren, entfaltet sich die Wirkung." In diesem Winter habe man erst einen Winterdiensteinsatz im Januar gehabt. "Es ist zwar kalt, aber es bildet sich kein Eis", sagt Oeckler. Mit einem Engpass an Streusalz rechnet man in Rosenheim in diesem Winter daher nicht. 900 Tonnen Salz und 300 Kubikmeter werden pro Winter eingesetzt. Insgesamt 22 Fahrzeuge können eingesetzt werden.

Hof spart dieses Jahr

Etwas kleiner ist der Fuhrpark im oberfränkischen Hof, der aber dieses Jahr bislang meist in der Garage parkte. "Dieses Jahr ist bei uns sehr wenig Schnee gefallen", sagt Rainer Krauß, Pressesprecher der Stadt Hof. "Da gab es nur einen Hauch von Schnee", nichts, das den Verkehrsfluss beeinträchtigt hätte, kein Vergleich zum vergangenen Winter, den Krauß als Jahrhundertwinter bezeichnet.

"2010/2011 hatten wir die größten Schneemengen seit 50 Jahren"

Rainer Krauß, Pressesprecher der Stadt Hof

Die Mitarbeiter waren rund um die Uhr im Einsatz. Hohe Kosten waren die Folge. Hatte man im Jahr 2009/10 nur knapp 1,7 Millionen Euro ausgegeben, musste man im Jahr danach knapp über 2 Millionen Euro aufwenden.

Am besten für den Winterdienst sei es, wenn Temperaturschwankungen ausblieben. Schlecht sei dagegen, wenn das Thermometer mal 3 Grad plus, mal 3 Grad minus anzeige. "Dann gibt es immer wieder einen Frosteffekt, der schlecht für die Straßen ist", klagt Krauß. Mit dem Frost muss sich Bayern vermutlich noch einige Zeit arrangieren. Bis zum kommenden Wochenende sollen die Minusgrade bleiben.

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münchnerkindl, Donnerstag, 09.Februar, 08:18 Uhr

2. Dienstagmorgen in München ...

... am Dienstagmorgen waren die Straßen noch um 10.30 Uhr schneebedeckt ... und ich rede hier nicht von kleinen Seitengassen, sondern vom Mittleren Ring! Das mit dem Salz ist also ziemlich an den Haaren herbeigezogen - es wurde schlichtweg wieder gepennt, wie immer, wenn nach längerer Zeit einmal wieder ein paar Flocken fallen!

Stephan Fischbacher, Dienstag, 07.Februar, 21:13 Uhr

1. Rosenheimer Winterdienst

Aus meiner Erfahrung ist der Rosenheimer Winterdienst eh beständig überfordert, obwohl es selten so wenig schneit wie in Rosenheim. Aber nicht einmal in diesem schneearmen Winter schaffen sie's. Wenn es einmal schneit, bleiben ja die meisten FAhrzeuge in der Garage stehen, schreiben Sie.