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Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen Sturmtief Burglind sorgt für Schäden in Unterfranken

Sturmtief Burglind hat in Unterfranken für Schäden und rund 50 Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Bei Bessenbach stürzte ein Baum auf die A3, ein Sattelzug mit 15 Tonnen Metallrohren prallte gegen das Geäst. Im Landkreis Main-Spessart sind mehrere Straßen gesperrt.

Stand: 03.01.2018

Burglind hat in Unterfranken für rund 50 Einsätze von Polizei und Feuerwehr gesorgt. In den Morgenstunden seien bei der Einsatzzentrale nahezu im Minutentakt Notrufe eingegangen, sagte Polizeisprecher Michael Zimmer dem Bayerischen Rundfunk. Die Anrufer hätten vor allem umgestürzte Bäume gemeldet sowie Ziegel, die von Wohnhäusern gefallen sind. Bisher wurde glücklicherweise niemand verletzt, so Zimmer.

Burglind: Lkw prallt auf der A3 bei Bessenbach in umgestützten Baum

Am folgenschwersten war ein entwurzelter Baum, der gegen 7.45 Uhr auf Höhe der Anschlussstelle Bessenbach/Waldaschaff (Lkr. Aschaffenburg) auf die Fahrbahn der A3 stürzte. Ein Lkw-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit seinem mit 15 Tonnen Metallrohren beladenen Sattelzug gegen das Hindernis. Der Fahrer blieb unverletzt, sein Lastzug musste abgeschleppt werden.

Gesperrte Straßen im Landkreis Main-Spessart

Im Landkreis Main-Spessart richtete der Sturm heute Morgen einigen Schaden an. Nach Angaben des Landratsamts sind wegen umgestürzter Bäume einige Straßen gesperrt: die Kreisstraßen MSP 19 zwischen Bayerischer Schanz und Ruppertshütten, die MSP 21 zwischen Bischborner Hof und Neuhütten sowie die MSP 26 im Hafenlohrtal zwischen Windheim und Lichtenau. Die Aufräumarbeiten an der MSP 19 und MSP 21 laufen, die MSP 26 muss wohl den ganzen Tag über gesperrt bleiben.

Schneise durch Karlstadt-Wiesenfeld

In dem Karlstadter Stadtteil Wiesenfeld hat der Sturm eine Schneise geschlagen. Ein Baum in einem Vorgarten in der Reckentalstraße fiel auf ein Haus und schlug das Fenster ein. Die Ortsdurchfahrt musste die Feuerwehr kurzfristig sperren, weil Ziegel von den Dächern gefallen waren. Auch den Bereich rund um die Kirche hatte die Feuerwehr vorsorglich gesperrt, weil Ziegeln herunter kamen.

Burglind lässt Flusspegel steigen

In der Rhön wurden in mehreren Orten Straßen und Gehwege überschwemmt. Heftige Regenfälle haben vor allem im Landkreis Rhön-Grabfeld dazu geführt, dass an zwei Nebenflüssen der fränkischen Saale bereits die Meldestufe 2 erreicht ist. Demnach können an der Brend und an der Streu Felder aber auch Gemeindeverbindungstraßen überflutet sein. Wohngebäude sind allerdings noch nicht gefährdet. In Mellrichstadt ist der Parkplatz auf der Streuwiese überflutet.

Auch für den Unterlauf der fränkischen Saale im Landkreis Main-Spessart warnt das Wasserwirtschaftsamt vor Ausuferungen und Überschwemmungen. Es könne zu einem weiteren Anstieg der Wasserstände kommen. An der fränkischen Saale selbst wird die Meldestufe 2 nach den amtlichen Vorhersagen heute jedoch nicht erreicht, möglicherweise aber an der Sinn.


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