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Dem Frühling entgegen Eine Kräutertour in den Stauden

Die Kräutertour in den schwäbischen Stauden, rund um die Ziemetshauser Wallfahrtskirche Maria Vesperbild im Landkreis Günzburg ist eine Wanderung in den Frühling. Überall grünt und blüht es schon auf der rund sieben Kilometer langen Runde.

Stand: 26.04.2013
Eine Kräutertour in den Stauden | Bild: BR, Oliver Christa

Er wächst schon wieder in Massen: An einem kleinen sonnigen Hügel, gleich bei der Ziemetshauser Wallfahrtskirche Maria Vesperbild, hat sich der Girsch ausgebreitet, der Feind jedes Gartenbesitzers.

Wirtin Marianne Hiller vom Gasthof Adler

Für die Kräuterexpertinnen Hermine Gattinger und Gisela Deschler dagegen sind die Girschblätter wertvolle Wildkräuter und ideal für Limonaden und Salate.

Marienkräuter nahe der Grotte

Die Mariengrotte

Wer von der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild aus den Wanderzeichen mit dem Kräuterblatt folgt, kommt an einem Hochbeet mit Marienkräutern vorbei: Die Rose, der Salbei oder der Frauenschuh sind Blumen bzw. Kräuter, die mit der Muttergottes in Verbindung stehen.

Schloss Seyfriedsberg

Vorbei an der Mariengrotte steigt der Weg an, durch den Wald geht es hinauf Richtung Schloss Seyfriedsberg. Auch da entdeckt Hermine Gattinger direkt am Wegesrand frische Wildkräuter – zum Beispiel das schon blühende Lungenkraut.

Mannshohe Rhododendren und Tulpenbäume

Infotafel bei Gasthof Adler in Ziemetshausen

Infotafeln entlang des Kräuterwegs erklären die verschiedenen Pflanzen, ihr Vorkommen und ihre Bedeutung als Heil- und Küchenkräuter. Wer vom Kräuterweg den nur kurzen Abstecher zum Schloss Seyfriedsberg macht, der findet dort zwar nicht vorrangig Kräuter, dafür aber im öffentlich zugänglichen Schlosspark exotische Pflanzen aus aller Welt. Schlossverwalter Franz Heuberger ist stolz auf den weitläufigen Park. Dank des milden Mikroklimas gedeihen hier Pflanzen wie sonst nur auf der Blumeninsel Mainau: mannshohe Rhododendren, Tulpenbäume, die iranische Flügelnuss oder kaukasische Azaleen.

Löwenzahnsalat nach der Tour

Blick auf Vorderschellenbach

Interessant ist auch der Blick vom Kräuterweg, oben auf dem Hügel über dem Mindeltal. Der Kirchturm von Ziemetshausen spitzelt über die knallgelben Löwenzahnwiesen, unten im Dörfchen Vorderschellenbach ruft der Gockel zur Ordnung und in den Gärten blühen die Kirschbäume. Die Kräuterexpertinnen freuen sich über die Frühlingsblumen, ja, Gisela Deschler würde am liebsten den vielen Löwenzahn pflücken. Denn die Blüte und die jungen Blätter sind ideal für einen frischen Frühlingssalat.

Kartoffelplätzle mit frischen Kräutern

Hermine Gattinger mit Lungenkraut

Wer gemütlich wandert, über Schloss Seyfriedsberg und Vorderschellenbach, der braucht rund eineinhalb Stunden bis zum Hauptort Ziemetshausen. Der Gasthof Adler ist die letzte Kräuterstation auf dem sieben Kilometer langen Rundweg. Wirtin Marianne Hiller hat extra ein Beet mit Küchenkräutern angelegt. Thymian, Minzen, Maggikraut oder Majoran verfeinern ihre Gerichte. Zum Beispiel reicht sie hausgemachte  Bärlauchplätzchen zum Schweinemedaillon oder empfiehlt Kartoffelplätzle mit frischen Kräutern.  Wer auf der Kräutertour rund um Maria Vesperbild wandert, der erfährt viel über die Welt der Kräuter. Und jetzt, meint Kräuterexpertin Hermine Gattinger, beginnt grade die richtige Zeit dafür.

Mehr Infos unter: www.kraeuterregion-stauden.de und www.adler-ziemetshausen.de

Ziemetshausen


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