Tiefschneetraum am Wendelstein Unterwegs mit Freeriderin Pia Widmesser
Im Idealfall ist es ein gelebter Traum von der Bewegung im Schnee und Pia Widmesser aus Kiefersfelden hat ihn sich erfüllt: Als Freeriderin ist sie auf den Bergen Europas unterwegs.
Die 27-Jährige gehört zu den Alpenrand-Bewohnerinnen, die praktisch gleichzeitig Gehen und Skifahren gelernt haben.
Das Sudelfeld war das Übungsgebiet der ersten Jahre, als die Kiefersfeldenerin schon mit zwei Jahren auf den Brettln stand. Später wurde dann der Wendelstein zum schon alpineren Trainingsgelände.
Hier sind wir mit der jungen Inntalerin auf einem Streifzug, an einem Tag mit ganz besonderen Eindrücken: Zwischen Nebel im Tal und der hohen Bewölkung schimmert der Alpenhauptkamm in gleißendem Licht. Und Bayerns Naturberg ist zwar zu klein für für die ganz große Linie einer halb professionellen Freeriderin. Pia Widmesser fährt als einzige Deutsche in der „Freeride World Tour“ mit und belegt derzeit den 4.Rang.
Intensives Naturerlebnis und Skifahren
Urspünglich hatte sie sich als Ski-Crosserin bis in die Deutsche Nationalmannschaft hochgearbeitet, dann begeisterten Freunde sie fürs freie Fahren im Gelände. Vor drei Jahren gewann sie die Qualifikationsturniere zum inoffiziellen ‚Weltcup‘ der Freerider. Die Abfahrtslinie, die Sprünge über natürliche Hindernisse und der Gesamteindruck werden dabei bewertet.
Die BWL-Studentin bereitet sich oft tagelang auf die einzige Abfahrt vor, die die Organisatoren zuvor an Bergen in Österreich, Frankreich und der Schweiz ausgekundschaftet haben. Für Pia Widmesser ist es die optimale Verbindung aus Bergnatur und dem „Erlebnis Skifahren“.
Zuhause in Kiefersfelden hat sie ihr Materiallager im Skikeller und präpariert die überbreiten Wettkampfski so wie sie es vom Vater gelernt hat: mit Wachs und Bügeleisen. Für den nächsten Start auf der Suche nach der Ideallinie im Tiefschnee.

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