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Vollmond im Winter Unterwegs im Weißenburger Stadtwald

Der Vollmond stand diese Woche in seiner ganzen Pracht über Bayern. Die Winterlandschaft im Mondschein zu erleben, ist für viele besonders eindrucksvoll. Auf einer Tour des Forstamts im mittelfränkischen Weißenburg waren Naturliebhaber und Wanderer mit von der Partie.

Stand: 11.02.2012
Unterwegs im Weißenburger Stadtwald bei Vollmond | Bild: picture-alliance/dpa

Der Vollmond zeigte sich nicht von seiner hellsten Seite. Er hat sich am Abend der Vollmondwanderung gelegentlich hinter eine dünne Wolkendecke zurückgezogen. Trotzdem war es für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis, nicht nur wegen der Kälte von minus zehn Grad, sondern auch wegen der Natureindrücke. Der Weißenburger Stadtwald besteht zur Hälfte aus Nadelhölzern. Aber hier wachsen auch Buchen, Eichen und Eschen, Bergahorn, Elsbeere und Mehlbeere.

Gefrorener Borkenkäfer überlebt ohne Mühe

Die Wanderer dürfen das Alter von Bäumen schätzen. Eine Eiche von einem Meter Durchmesser dürfte rund 300 Jahre alt sein, erzählt Forstamtsleiter Jürgen Fischer. Er weiß viel über das Ökosystem Wald und spricht über Totholz und Schädlinge. Einmal – so der Förster – habe er einen Versuch gestartet und einen Borkenkäfer in eine Gefriertruhe gelegt: Bei minus 18 Grad blieb der Borkenkäfer zwei Tage in der Gefriertruhe. Kaum hat ihn der Förster auf der Heizung wieder „aufgetaut“, war der Borkenkäfer innerhalb weniger Minuten wieder voll aktiv.

Wie ein Storchennest

Bei Vollmond durch den verschneiten Wald – das ist ein ganz besonderes sinnliches Erlebnis. Die schwarzen Umrisse der Bäume heben sich vom hellen Nachthimmel ab. So bilden die weißen Tannen eine Krone, die wie ein Storchennest aussieht. Allmählich zieht die nächtliche Kälte in die Glieder. Während nämlich die Waldtiere auf eine Art Sparmodus schalten, brauchen Wanderer einen heißen Tee – und den bekommen sie in der Waldpädagogikhütte.