Blauer Kaltenbach Suche nach dem "Mann mit dem Eimer"
Blau gefärbtes Wasser in Kaltenbach im Naturschutzgebiet Pupplinger Au im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen beschäftigt seit Sonntag die Behörden.
Schreck beim Spaziergang am Sonntagnachmittag: Im sonst so idyllischen Kaltenbach fließt plötzlich blaues Wasser. "Als hätte jemand literweise Tinte reingeschüttet", so beschreiben Augenzeugen die Vorkommnisse. Stunden später war das Wasser wieder klar, allerdings blieben blaue Spuren am Ufer.
"Wir konnten im Bachbett einen Eimer mit Resten einer blauen Flüssigkeit sicherstellen", so Christian Neubert, der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizei Wolfratshausen am Montag auf Anfrage des BR. Das bestätigt auch Roland Kriegsch, der Leiter des zuständigen Wasserwirtschaftsamtes Weilheim. "Wir haben sofort einen Experten der technischen Gewässeraufsicht an den Einsatzort beordert", berichtet Kriegsch.
Warten auf die Analyse
Der Experte nahm Proben aus dem Bereich des Baches und von Resten der Flüssigkeit in dem Eimer. "Diese Proben werden im Moment mit Hochdruck in einem Labor untersucht, leider haben wir bislang aber noch keine Erkenntnisse, um was es sich bei der blauen Substanz handelt", so der Behördenleiter. Erste Ergebnisse werde es frühestens in einigen Tagen geben.
Sicher ist bislang nur, dass es sich um keine hochgradig giftige Substanz gehandelt haben dürfte, denn Fische und andere Kleinlebewesen in dem Bach haben den Farbanschlag bislang unbeschadet überstanden.
Fahndung nach dem "Mann mit dem Eimer"
Auch die Polizei hat noch keine Hinweise, wer für den Vorfall verantwortlich sein könnte und bittet unter anderem um Hinweise aus der Bevölkerung. Es sei gut möglich, dass der Unbekannte mit dem weißen Eimer Spaziergängern aufgefallen ist, so die Ermittler.
Uferbereich wird gesäubert
Das zuständige Wasserwirtschaftsamt Weilheim und das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen haben weitere Maßnahmen veranlasst. Der Uferbereich der betroffenen Stelle, an dem die Verfärbungen noch deutlich zu sehen sind, soll abgetragen werden. Aus einem Zulauf, in dem sich Reste des verfärbten Wassers gesammelt haben, soll das Wasser abgepumpt werden.

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Olaf, Montag, 26.November, 18:49 Uhr
2.
Kupfersulfat wird (obwohl verboten) auch in Fischzuchten eingesetzt
in Frage kommt auch Methylenblau oder Malachitgrünoxalat (auch verboten)
Frank, Montag, 19.November, 16:41 Uhr
1. kupfersulfat
die farbe und die salzablagerungen sind charakteristisch für kupfersulfat bzw. kupfervitriol, das u.a. als planzenschutzmittel eingesetzt wird. http://www.versuchschemie.de/upload/files1/85264623.jpg
http://de.wikipedia.org/wiki/Kupfersulfat