Gesperrte WC's und defekte Klimaanlage Chaos bei der Bahn nach Jahnspiel
Es waren chaotische Zustände: Völlig überfüllte Waggons, versperrte Toiletten, ausgefallene Klimaanlage und kaum Personal: Die Deutsche Bahn hat auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks bestätigt, dass es nach dem Zweitliga-Spiel von Jahn Regensburg bei 1860 München zu teilweise chaotischen Verhältnissen im Zugverkehr zwischen München und Regensburg gekommen ist.
Nach BR-Recherchen war in einem Regionalexpress, der München um 17.44 Uhr verlassen hatte, die Klimaanlage ausgefallen. Es fehlte ein Zugbegleiter und es waren sämtliche Toiletten zugesperrt. In dem Doppelstock-Zug, der für maximal 500 Personen ausgelegt ist, saßen und standen bis zu 1.000 Menschen.
In Landshut musste dieser Zug deswegen sogar gestoppt werden. Das bestätigte auch die Bundespolizei, die davon sprach, dass Wasser von der Decke der Waggons getropft sei. Die Fahrgäste aus diesem Zug mussten dann auf nachfolgende Züge ausweichen, die aber ebenfalls bereits überfüllt waren.
Bahn hatte nicht mit so vielen Fans gerechnet
Man habe nicht mit so vielen Jahn-Fans gerechnet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn in München. Man habe zwar einen Fan-Sonderzug eingesetzt. Dieser sei aber offensichtlich zu früh von München losgefahren. Auch sei ein Zugbegleiter überraschend krank geworden. Der Sprecher gelobte Besserung. Man werde bei den nächsten Jahnspielen flexibler auf die Fanströme reagieren, versprach er.
"Ist alles dumm gelaufen. Wir entschuldigen uns für diese Vorkommnisse bei den Fußballfans."
Pressestelle Bahn
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft als Aufsichtsbehörde für den regionalen Zugverkehr in Bayern sprach von chaotischen Bedingungen, die nicht akzeptabel seien. Die Deutsche Bahn müsse deswegen mit finanziellen Abzügen rechnen. Außerdem werde man diese Vorfälle zum Thema auf einer der nächsten Konferenzen mit den Bahnträgern machen, sagte Sprecher Wolfgang Oeser auf Anfrage.

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