Stichwahl in Hauzenberg Gudrun Donaubauer neue Bürgermeisterin
Gudrun Donaubauer ist die neue Bürgermeisterin von Hauzenberg. Die 47-Jährige hat kein Parteibuch, war aber von der CSU ins Rennen geschickt worden. Sie setzte sich mit 55 Prozent der Stimmen in der Stichwahl gegen Otto Obermeier von den Freien Wählern durch.
Die Wahl war von der Kassenaffäre überschattet worden. Der frühere Kassenleiter hatte mehr als zwei Millionen Euro aus der Stadtkasse veruntreut und das Geld verspielt. Zuletzt wurde bekannt, dass der frühere Bürgermeister Josef Federhofer (CSU) schon seit 2010 von Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung seines Rathauses wusste. Das hatte er bislang in Abrede gestellt.
Schwierige Aufgabe
Schon jetzt ist klar: Das Amt wird keine leichte Aufgabe für die neue Bürgermeisterin. Aber Donaubauer setzt auf ihre Erfahrung als Beraterin für Städte und Gemeinden in ganz Bayern. Sie betreibt ein Büro für Kommunal- und Regionalentwicklung.
Umfassende Aufklärung
Viele Menschen erhoffen sich von der neuen Bürgermeisterin eine umfassende Aufklärung der Kassenaffäre in der Stadt. Anfang des Jahres war bekannt geworden, das der Kassier der Stadtkasse über Jahre hinweg mehr als zwei Millionen Euro unterschlagen und in Spielcasinos verzockt hatte. Gudrun Donaubauer war deswegen schon vorher ein deutlicher Vorteil in der Stichwahl vorhergesagt worden, da man ihr offenbar die nötige Unabhängigkeit eher zutraut als ihrem Gegenkandidaten.
Erster Arbeitstag: Dienstag
Der Wahlausschuss tritt heute zusammen, um das amtliche Endergebnis zu verkünden. Der erste Arbeitstag der neuen Bürgermeisterin von Hauzenberg wird dann bereits der morgige Dienstag sein.

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