Bayern 1 - Niederbayern und Oberpfalz

Regensburg Hoffnung für E.ON-Beschäftigte

Die Beschäftigten bei E.ON in Regensburg dürfen wieder um ihre Arbeitsplätze hoffen: Statt der Verlagerung nach Berlin und Cluj in Rumänien gibt es jetzt eine neue Lösung.

Stand: 16.07.2012
Eon-Gebäude mit Fahnen in Regensburg | Bild: Bayerischer Rundfunk

Zum wiederholten Mal waren die E.ON-Mitarbeiter in Regensburg zu einer Betriebsversammlung geladen worden. Gekommen waren sie in der festen Überzeugung, der Standort wird komplett dichtgemacht. Allein in Regensburg würden 350 Menschen dadurch ihren Arbeitsplatz verlieren. In Landshut sollten weitere 20 Stellen, bayernweit insgesamt 460 abgebaut werden.

Umso größer war das Aufatmen bei den Beschäftigten: Statt der Verlagerung nach Berlin und Cluj in Rumänien gebe es jetzt eine neue Lösung, wurde ihnen in der Betriebsversammlung mitgeteilt. Laut Johann Willibald, Betriebsratsvorsitzender, könnten höherwertige Rechnungsabschlüsse weiterhin in Regensburg bearbeitet werden. Wie viele der rund 350 Arbeitsplätze in Regensburg dadurch gerettet werden können, ist aber noch unklar.

E.ON spart am Personal

Nachdem Anfang Juni die Umstrukturierungspläne von E.ON bekannt geworden waren, hatte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) versprochen, sich für die E.ON-Mitarbeiter einzusetzen. Er kündigte an, mit der Konzernspitze zu verhandeln.

"Ich will jetzt nicht die Backen aufblasen, aber ich möchte deutlich sagen: Wir werden intervenieren."

Horst Seehofer am 1.6.2012

Was zur neuen Lösung für die E.ON-Standorte in Ostbayern geführt hat, blieb nach der Betriebsversammlung unklar. E.ON hatte seine Umstrukturierungspläne mit Sparmaßnahmen begründet, die unter anderem durch den Ausstieg aus der Kernenergie nötig geworden seien. Vor der neuerlichen Betriebsversammlung war die Stimmung ziemlich aufgeheizt, so der Chef der Gewerkschaft Verdi in der Oberpfalz, Alexander Gröbner. Es sei erschreckend, mit welcher Ignoranz der Konzernvorstand die Kapitalinteressen über die Menschen stelle, so Gröbner vor der Versammlung.


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